AUSSTELLUNGEN

SONDERPRÄSENTATION: Ikonen als Geschenk

Samstag 2.12., 9.12., 16.12.2017 jeweils von 10.30 bis 13.30 Uhr

 

Aktuell möchten wir Ihnen unsere  vorweihnachtliche Sonderpräsentation „IKONEN ALS GESCHENK“ ans Herz legen, welche wir in Zusammenarbeit mit der befreundeten Brenske Gallery aus München durchführen.
 
Die Galerie und unsere Sonderpräsentation sind jeweils samstags von 10.30 bis 13.30 Uhr geöffnet (2.12., 9.12. und 16.12.2017).

In der Ausstellung sind wir unter Tel. 0171-9543330 und unter 0171-4709465 erreichbar.

 

Wir zeigen rund drei Dutzend ausgewählter Ikonen mit gesuchten Motiven, die sich besonders als Geschenk eignen. Dazu halten wir auch den eben erschienenen neuen Ikonenkalender 2018 vor, zum Preis von 36 Euro (solange der Vorrat reicht).

 

Gemeinsam mit unserer Partnergalerie, der Brenske Gallery aus München, werden wir im nächsten Jahr eine grosse Ikonenausstellung unter dem Titel "IKONEN UND DIE MODERNE" mit begleitenden Vorträgen und Führungen durchführen. Die Ausstellung wird voraussichtlich vom 18.10. bis 1.11.18 stattfinden.

 

pavillon - Malerei von Tobias Stutz

Ausstellung: Sonntag, 12.11. bis Samstag, 16.12. 2017

Tobias Stutz wurde 1983 in Filderstadt geboren. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg unter Professor Fleck Malerei.

 

2007 und 2010 erhielt Tobias Stutz je ein Stipendium und wurde 2010 in den besonders für junge Künstler wichtigen Kunstkalender der Lfa Bayern aufgenommen. Darüber hinaus erhielt er den Kunstpreis der VR-Bank Erlangen.

 

Tobias Stutz arbeitet mit dem Wiedererkennungswert der Dinge. Er gibt Gebäude oder Möbel der klassischen Moderne sachlich genau wieder. Personen fehlen meistens in seinen Arbeiten, Architektur oder Designgegenstände inszeniert er dafür jedoch umso präziser.
 
Gebäude werden auf diese Weise zu Repräsentanten klarer, reduzierter Formensprache des internationalen Stils, der zu Beginn des letzten Jahrhunderts am Bauhaus entstand. Stutz stellt die Kennzeichen dieses Stils dar: Flachdächer,  großzügige Fenster oder tragende Chrom-Stützen, als Kennzeichen der Skelettarchitektur Mies van der Rohes.

 

Das Abbilden real existierender Gebäude wie z. B. des Barcelona-Pavillons „Pavillon bei Nacht“ von 2016 geschieht bei Stutz durch den subjektiv gewählten Ausschnitt. Dieser macht die Eleganz aber auch die Radikalität der Architektur deutlich.

 

Das Ausschnitthafte gibt den Reiz vieler seiner Bilder wieder. Die Ausschnitte legt er so an, dass Linien und Flächen in konzentrierter, nahezu fotografischer Genauigkeit zu einem reduzierten Ganzen harmonisch zusammenfinden.

 

In einigen kleinformatige Arbeiten stellt Tobias Stutz Museumsbesucher dar, die sich in abstrakte Gemälde versenken und dabei zur Ruhe kommen. Er hätte einfach Lust darauf gehabt, Menschen zu malen, sagt er. Dabei ist das Motiv der Versenkung bedeutend für die Malerei der klassischen Moderne. Die Begegnung von Kunst und Kunstbetrachter im Museum ist ferner ein häufiges Thema der zeitgenössischen Fotografie.

 

Tobias Stutz stellt Räume dar, die durch die Abwesenheit des Menschen keine Lebensräume, keine Handlungsräume sind. Jochen Meister spricht denn auch von „Sehorten“ und vom „reinen Schauen“, zu dem Stutz einlädt. Der Blick wird durch nichts gestört. Der Betrachter kann zur Ruhe kommen. Es drängt sich ihm keine Erzählung, keine Stimmung auf, er kann ganz bei sich bleiben.

 

Unser ganz besonderer Dank gilt dem Kunsthistoriker Pascal Heß, welcher die einführenden Worte zur Vernissage gesprochen hat.

STILLEBEN. ABSTRAKTE FARBARBEITEN.

Ausstellung: Freitag, 15.9. bis Freitag, 27.10.2017

Die einführenden Worten des bekannten Kunsthistorikers Pascal Heß bilden den Auftakt zur Ausstellung der beiden gefragten Künstler.

 

Christiane Erdmann - Skulpturen

wächst in Istanbul und Berlin auf. An der Werkkunstschule in Wiesbaden absolviert sie eine Ausbildung in den Fächern Keramik und Skulptur. Bei ihrem dreijährigen Aufenthalt in Rom konzentriert sie sich auf Fotografie und Keramik und gelangt schließlich zum Werkstoff Holz, mit dem sie sich nun seit mehr als 20 Jahren intensiv auseinandersetzt.

 

In ihrem Atelier des Kunstvereins Walkmühle entstehen Skulpturen, die sie aus großen Holzblöcken herausarbeitet. Aus massiven Stämmen unterschiedlicher Hölzer entstehen die Formen ihrer Figuren mit der Kettensäge; mit dem Beitel schält sie sie dann endgültig heraus.

Menschen und Tierfiguren sind häufig das Thema bei Christiane Erdmann.


Wir freuen uns, ihre neue Werkreihe zu präsentieren, die gegenständlich bleibt. Thema diesmal:
 
Stillleben!


Überbordende Tische mit Früchten, Getränken, Käse und vielem mehr, machen Lust, die neuen Arbeiten im Detail zu betrachten.
Neben der Serie der klassischen Stillleben präsentieren wir außerdem die mit einem Augenzwinkern versehene Reihe der „Damenhandtaschen“, auf deren Inhalt wir gespannt sein dürfen.

Die Skulpturen der Wiesbadener Künstlerin werden in nationalen und internationalen Ausstellungen regelmäßig präsentiert und sind in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.
Die Galerie Kerstner zeigt Christiane Erdmanns Arbeiten seit mehreren Jahren.


Wulf Winckelmann - Malerei

Der 1967 in Freiburg im Breisgau geborene Künstler studierte Kommunikationsdesign an
der FH Mainz mit den Schwerpunkten Freie Grafik, Fotografie und Buchgestaltung. Er ist Mitbegründer des Vereins „Kunst + Raum Wiesbaden e.V.“, seit 2005 „Künstlerverein Walkmühle e.V.“.

 

Der Werkzyklus „Fondamenta“ ist der Titel eines weitgehend abstrakten Gemäldezyklus. An diesem arbeitet der Künstler Wulf Winckelmann durchgängig seit 1999 bis in die Gegenwart.

 

Die Werkreihe umfasst zahlreiche Gemälde auf Leinwand, immer in gleicher proportionaler Ausdehnung, zumeist im Format 110x250 cm. Die Arbeiten der Reihe haben die intensive Auseinandersetzung mit der Raumwirkung und den Eigenschaften von Farbe als Material einerseits und andererseits eine Faszination für die bauliche und atmosphärische Einzigartigkeit der Stadt Venedig gemeinsam. Der Begriff „le Fondamente“ bzw. „Fondamenta“, den alle Arbeiten des Zyklus im Titel tragen, stammt aus dem Italienischen und bezeichnet insbesondere in Venedig die befestigten Ufer entlang der Kanäle und Wasserstraßen. Als vollständig ins Wasser gebaute, farbenprächtige Stadt ist Venedig in seiner Erscheinung und Geschichte einmalig und für Winckelmann nachgerade ein Symbol für das „Werden“ und „Vergehen“ an sich: Gegründet auf Abermillionen von Ulmen- und Lärchenstämmen, die als Fundament in den sandigen Lagunengrund getrieben wurden, stehen alle prachtvollen Bauten der Stadt aus den Epochen der Gotik, Renaissance und des Barock buchstäblich mit den „Füßen“ im Wasser. Dieses den Elementen ausgesetzt sein führt zum anhaltenden Verfall der Bausubstanz und der Notwendigkeit permanenter Erneuerung.

 

Unzählbare übereinandergelagerte, abblätternde Farbschichten und -spuren, die an den Außenwänden der venezianischen Bauten zu Tage treten, waren Ende der Neunzigerjahre für Winckelmann eine große Inspiration. Sie prägen seinen Malstil bis heute maßgeblich. Mit Hilfe von Spachtel und Pinsel trägt er zahlreiche, zunächst pastose und dann zunehmend dünnere, lasierende Farbschichten übereinander auf. Noch während des Trocknungsprozesses werden diese partiell wieder entfernt.

 

Ergebnis dieses zeitintensiven Malprozesses ist eine faszinierend vielschichtige und materialhafte Polychromie, die sich dem Betrachter der zunächst oft als eher monochromatisch empfundenen Werke erst durch das Herantreten an die Leinwand offenbart.

Verena Guther - bewegte Stadt

Ausstellung: Freitag, 9.6. bis Montag, 31.7.2017

In einer Einzelausstellung zeigt die Galerie Kerstner Arbeiten der international tätigen Künstlerin, bei denen Malerei und Fotografie auf gekonnte und subtile Weise zu einer Einheit verschmelzen.

 

Verena Guther setzt sich in ihren Werken mit den Metropolen der Welt auseinander und macht Städte  wie New York, Paris, Berlin, Shanghai oder Madrid zu Ihren Protagonisten. Dabei stellt sie die Eigenständigkeit der jeweiligen Städte heraus, unterstreicht besondere Blickwinkel und Perspektiven durch ihren individuellen Farbcharakter. Die Künstlerin veranlasst den Betrachter mit ihren Arbeiten den eigenen Blick neu zu schärfen und ihm eine neue Richtung zu geben. Ihre Fotomontagen beweisen, dass Guther während des künstlerischen Schaffensprozesses weit über das Beobachten einer passionierten Fotografin hinausgeht, sie lässt den Betrachter teilhaben an ihrer Imagination, ihren Empfindungen. Das fotografische Material welches sie von ihren Arbeitsaufenthalten in den Städten mitbringt, verwandelt sie anschließend in digitale Bildmontagen bei denen Fotografie und Malerei eine Symbiose eingehen. Dabei greift die Malerei teilweise die Strukturen der Fotografien auf und setzt diese in rhythmisierter Form in der Malerei fort. Die gemalten Elemente sind meist von einer klaren und kräftigen Farbigkeit. Trotz aller Strukturen, die uns in Guthers Arbeiten begegnen, präsentiert sie uns in der Verbindung der malerischen und fotografischen Elemente, die Städte in ihrer Wandelbarkeit, als ein sich veränderndes und bewegtes Gefüge. Verena Guthers Fotomontagen zeigen ein höchst sensibles Spiel mit Strukturen, Perspektiven und Farbatmosphären, dass die Aufmerksamkeit auf die ästhetischen wie architektonisch reizvollen Komponenten lenkt.

 

Das Studium führt Verena Guther 1979 nach Berlin. In den Jahren ihrer Ausbildung im Fach Visuelle Kommunikation an der Hochschule der Künste Berlin bei Professor Helmut Lortz, erkundet sie in Grenzgängen zwischen Malerei und Fotografie die Potentiale beider Metiers. Nach ihrem Diplom 1984 arbeitet sie als freiberufliche Graphikerin in Berlin. Daneben dokumentiert sie in Serien von Fotografien die innere Peripherie der Stadt: stillgelegte Bahnhöfe, Industriegebiete und Quartiere im Umbruch - um sich zunächst konsequent der Malerei zuzuwenden. Auf Leinwand und Stahlblech entfaltet Verena Guther großformatige Farbfeldmalerei. Schwerpunkt ihrer Arbeiten bilden, gerade in Ihren Fotomontagen und Collagen, die sozialen und städtebaulichen Strukturen der Metropolen.


Ihre Arbeiten sind in zahlreichen Ausstellungen, Sammlungen  und auf Kunstmessen im In- und Ausland (Deutschland, Holland, Belgien, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Schweiz, Österreich, Ungarn, Polen, USA, Kanada, Korea, China und Japan) erfolgreich vertreten.


Seit 1992 lebt Verena Guther (*1957), mit ihrer Familie als freischaffende Künstlerin in ihrem Geburtsort Darmstadt.

 

Anja Trieschmann, Schwäbische Bank Kalender „Verwandlung als Konstante“, 2011:

 

Verena Guther nähert sich dem Wesen einer Stadt auf mehreren Ebenen bildhaft an und stellt in ihren Arbeiten den Makrokosmos und den Mikrokosmos in einen komplexen Dialog. Der poetische Duktus ihrer Arbeiten lebt von der Leidenschaft für farbliche Analogien und grafische Zusammenhänge. Sie macht dadurch deutlich, dass der Charakter einer Stadt nichts Starres, Endgültiges ist. Stattdessen erfindet jede neue Zeit ihre eigenen urbanen Merkmale, bringt eigene Standpunkte hervor und erklärt alle vermeintliche Sicherheit als relativ. Grit Weber schrieb dazu treffend: „Guther zeigt uns die Städte als flexible Gefüge, keine Einheiten also, sondern bewegte Heterogene, die immer an die neuen Bedingungen angepasst werden müssen.

Thomas Jessen - Malerei

Ausstellung: Freitag, 5.5. bis Dienstag, 6.6.2017

Einführung in die Ausstellung: Lucas Schoormans

Der 1958 in Lübbecke/Westfalen geborene Thomas Jessen zählt längst zu den renommierten deutschen Malern. 1980–86 hat er an der Kunstakademie Düsseldorf studiert. Dort war er Schüler von Gerhard Richter und 1985 Meisterschüler von Alfonso Hüppie. Im selben Jahr hatte er ein Stipendium des Landes NRW an der Cité des Arts in Paris.


Thomas Jessen, für den die Malerei die Qualität unausweichlicher Unmittelbarkeit besitzt, ist ein ebenso begnadeter Porträtist als auch wunderbarer Landschafts- und Blumenmaler.


Er versteht seinen Beruf im positivsten Sinne als Berufung und ist fest davon überzeugt, dass die Malerei heute mehr denn je in der Lage ist, den Betrachter zu berühren.


Der Kampf der Malerei mit der Fotografie und umgekehrt, beziehungsweise gegeneinander ist Thema der Kunst von Thomas Jessen, der in seinen Werken nach Fotos malt, Gemaltes fotografiert, gemalte und fotografierte Sujets miteinander in einem Werk kombiniert, so dass der Betrachter schon sehr genau hinsehen muss, um zu erkennen, was welchen Ursprungs sein könnte. Meist jedoch geht die Malerei als farbstrotzende Siegerin aus dem Bild hervor, da die Malerei für den Künstler das Leben verkörpert, während er die Fotografie als Metapher der Vergänglichkeit deutet.

„Gartenträume“ - Malerei von Julia Belot

Ausstellung: Freitag, 3.2. – Mittwoch, 1.3.2017

Die 1969 im russichen Pskov geborene Malerin Julia Belot, erfasst in Ihren Werken Momente der totalen Gegenwart. Das „Sich-Verlieren im Augenblick“ steht für sie im Zentrum. Mit sicherem Gespür in hält sie diese Ereignisse ihren Bildern fest. Die Blumen am Wegrand. Die Persönlichkeit von Pflanze, Mensch und Tier. Die Unvoreingenommenheit und die Träume der Kinder.

 

In Julia Belots Gemälden spielen Kinder häufig eine zentrale Rolle. Sie verfügen über Fähigkeiten, welche dem Erwachsenen im Lauf der Jahre fast oder sogar komplett verloren gehen. Kinder hingegen sind in der Lage, eins mit der Natur zu werden und sich gänzlich in ihrem Tun verlieren zu können. Für die Künstlerin ein Schlüssel zum Glück. Die Bilder Julia Belots sind nicht wirklich idyllisch, vielmehr sollen sie eine sehr subjektive Idylle darstellen, beispielsweise aus der Sicht des Kindes.

 

Nach abgeschlossenem Biologiestudium beginnt Julia Belot ein Studium an der Staatlichen Akademie für Kunst in St. Petersburg - auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten. Im Jahr 1997 schließt sie das Kunststudium erfolgreich abt. Sie ist seither als Künstlerin tätig und lebt und arbeitet in Wiesbaden.

 

Im Jahr 2004 erhielt Julia Belot das Gutenbergstipendium der Stadt Mainz. 2009 war sie Stipendiatin der Klasse Xenia Hausner. 2010 erhielt sie den Jurypreis der Stadt Annweiler am Trifels.


Die Malerei Julia Belots vermittelt eine ganz und gar positive Botschaft. Ob einzelne Menschen, Stadtszenen oder Naturdarstellungen - immer versucht die Künstlerin, positive Stimmungen und Momente in ihrem Werk zu reflektieren. Dem Betrachter ein glückliches Gefühl zu vermitteln, ist ihr zentrales Anliegen. Sie möchte an die schönen Dinge des Lebens erinnern und den Betrachter für einen kurzen Moment dem Alltag zu entziehen.


Den Grundgedanken ihrer Malerei spiegelt eine leuchtenden und facettenreiche Farbpalette wider. Julia Belot hält ihre teilweise phantastisch wirkenden Sujets in Öl auf Leinwand fest.

 

Märchen oder Kinderträume – die Malerin sagt zum Wesen Ihrer Arbeiten:

 

„Meine Bilder sind keine Rätsel. Sie sind wie Märchen oder Kinderträume. Sie visualisieren das, was uns in der Unerbittlichkeit des Alltags verloren geht: Der Zauber. Sie halten die Augenblicke fest, die wir nicht vergessen sollten, weil sie mit dem Geheimnis des Lebens zu tun haben.“

 

Für die Serie „Gewächshaus“ malte die Künstlerin z.B. ganz bewusst Pflanzen, die in abgeschlossener Umgebung kontrolliert gezüchtet werden, ganz gegensätzlich zur Flora der freien Natur. Diese Bilder wirken wie Porträts von sonderbaren, teils skurrilen, teils exotischen oder schönen Personen. Bei uns sind sie fremd, diese „Bewohner“ der Glashäuser. Manche sind uns bereits lange bekannt, wie der Kaffee, der Ingwer oder die Baumwolle. Dennoch sind uns ihre Züge nicht vertraut. Wir sind ihnen noch nie auf Augenhöhe begegnet. Diese exotischen Wesen sind fragil, in unserer freien Natur nützen ihnen ihre Überlebensstrategien nichts. Allein im Glashaus ist ihnen das Überleben möglich. Und doch fühlen sie sich bei uns wohl – werden doch einige von ihnen über hundert Jahre alt. In ihrem Heimatland ist manche Art bereits ausgestorben, existiert bei uns jedoch noch hinter Glas.

 

Der Künstler Gunter Schmidt über das Werk Julia Belots:

 

„Das mehrfach ausgezeichnete Werk der in Wiesbaden lebenden Malerin ist geprägt durch einen brillanten, sensiblen Naturalismus. Ihre Motivwelt ist hochgradig naturbeseelt und lichtdurchflutet. Mit zarter Besessenheit und positiver Entschlossenheit rückt sie der organischen Welt zuleibe und gibt dabei dem Schönen und Harmonischen Raum.“

 

Inhalt ihrer Malerei ist für die Künstlerin nichts weniger, als das Leben. Darin sind Tiere, Pflanzen und Menschen stets einzelne Elemente eines Ganzen. Eine in der Dämmerung leuchtenden Nachtkerze ist dabei in ihrer Aussage nicht weniger stark, als ein strahlendes Kindergesicht oder ein Wolf, welcher aus seinem Versteck heraus eine ahnungslose Menschenmenge beobachtet. In ihrem Zusammenspiel bedeuten all diese Puzzlestücke das Leben.

 

Im Interview mit Renate Reifert erläutert Julia Belot die Entstehung Ihrer Werke:

 

„Auch die Bilder, die sehr real aussehen sind nicht absolut realitätstreu. Fast immer lasse ich etwas weg oder füge etwas hinzu, wenn es dazu dient, die Aussage des Bildes zu verstärken. Manchmal lasse ich eine Hauswand hinter dem Blumenbeet verschwinden, manchmal  lasse ich einen Bär erscheinen, wo er nicht gewesen war.“

 

Die Galerie Kerstner zeigt die Arbeiten Julia Belots regelmäßig in Ausstellungen in Kronberg.

Konkrete Kunst - Elfi Knoche-Wendel und Ralph Kerstner

Ausstellung: Freitag, 11.11.2016 – Januar 2017

Elfi Knoche-Wendel

Nach Ihrer Berufung an die Kunsthochschule der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz wandte sich die 1943 in Mährisch Trübau (Sudetenland) geborene Künstlerin dem Medium Papier zu. Einerseits als Träger ihrer Graphitarbeiten, zum Anderen als eigenständiges Ausdrucksmittel.

 

Seit 1995 sind 4 Werkgruppen entstanden. Die erste Gruppe umfasst Arbeiten, die ausschließlich in Graphit ausgeführt wurden. Formale Grundlage ist das Quadrat, gegliedert durch weiße Linien. Das in verschiedenen Richtungen aufgetragene Graphit schimmert metallisch grau bis schwarz. Anklänge an architektonische Formen werden erkennbar. Einzelne geometrische Formen treten aus einem monochromen Hintergrund hervor, minimale Verschiebungen erzeugen den Eindruck von Tiefe und Bewegung.

 

Die zweite Gruppe lässt noch das quadratische oder rechteckige Grundelement erkennen, nun zusätzlich überlagert oder durchdrungen von „cuttings“ auf weißer Fläche, erscheinend als dreidimensionales, tastbares, lichtinstrumentierendes Relief.

 

Die dritte Gruppe zeigt geometrische Rasterreliefs in schwarz oder weiß. Allover-Strukturen, erzeugen je nach Schnittlänge und Größe bewegte Oberflächen. Graphit wird durch Ruß ergänzt oder ersetzt, um ein tiefes Schwarz zu erhalten. Im Vordergrund steht nun das Oberflächenrelief und die Entstehung von Licht und Schatten durch die cuttings.

 

Die vierte Gruppe thematisiert die Darstellung von spiralförmigen Körpern und Kreisformen. Einzeln oder in Gruppen werden durch die cuttings bewegte Oberflächen erzeugt. Durch Licht und Schatten entsteht, je nach Standpunkt des Betrachters, ein anderes Bild.

 

Ralph Kerstner

Ralph Kerstner fertigt im Geist der Konkreten Kunst Prägedrucke mit minimalistischer Formensprache. 1953 in Grafschaft geboren, widmete er sich nach erfolgreicher Karriere als Unternehmer in der Automobilindustrie der Kunst. Er begann zunächst mit konkreten Skulpturen aus Stahl, beeinflusst durch die Werke Günther Ueckers entwickelte er dann neuartige technische Verfahren für die Bearbeitung von Papier.

 

Der Galerist Michael M. Marks schreibt:
„Kerstner kreiert kluge Kunst, da er mit großem Erfahrungsschatz nicht nur um die Beschaffenheit seines Materiales weiß, sondern auch, wie er komprimiert, anordnet, formatiert und schlussendlich auch komponiert. Mit großem Forschergeist arbeitet er mit Bildern in Bildern, entnommen aus der Welt der Geometrie, in der aber immer Formen auch symbolhaft oder metaphorisch für reale, alltägliche Dinge übersetzt werden können. Nie ist die Form allein das, was sie zu sein scheint, sondern zudem auch das, was wir ihr zuordnen.“

 

Die von ihm entwickelte Prägetechnik kombiniert Ralph Kerstner oft mit Schnitten und anschließendem Falzen einzelner Segmente der geschnittenen Formen. Über die Prägung hinaus rückt das so entstehende Werk noch weiter von der Zweidimensionalität des ursprünglichen Materials Papier ab. Dies verstärkt auch die wichtigen nichtmateriellen Elemente Reflexion und Schattenwurf, welche wesentlich zu Tiefe und Dynamik der Werke beitragen.

 

"mobil" - Malerei von RITA LAUSBERG

Ausstellung: Freitag, 2.9. - Mittwoch, 10.11.2016

Das Thema der neuen Bilderserie „mobil“ von Rita Lausberg sind Menschen im öffentlichen Raum. Passanten, unterwegs in Autos, Bussen, Bahnen oder zu Fuß. Mobil auch im doppelten Sinn, mit Hilfe ihrer Smartphones. Wir Menschen sehnen uns nach Mobilität. Unser Gehirn lässt uns immer wieder neue Ziele anstreben. Wir schaffen uns Hilfsmittel, um diese Ziele zu erreichen. Im Streben nach der Erfüllung unserer Wünsche, sind wir Menschen einander ähnlich. Beim Betrachten der Anderen erkennen wir uns selbst. Das macht für Rita Lausberg auch die Faszination der gewählten Bildmotive aus.

 

Tausende Fotos macht sie von Passanten und trifft eine Auswahl der Bilder, welche sie malen will. Das Foto gibt eine Momentaufnahme einer Bewegung wieder. Durch die Malerei wird der Moment erkannt und extrahiert. Durch den verlangsamten Blick des Betrachters entsteht ein intimer Blick. Ein Blick auf eine Szene des menschlichen Seins im öffentlichen Raum.

 

In den Reflexionen auf dem glänzenden Autolack erkennt man verzerrte Ausschnitte der Außenwelten. Ausschnitte, die Wesentliches verbergen. Immer gibt es auch Irritationen in den Bildern, Schatten, die lebendig werden, Spiegelungen, die Welten zeigen, gefundene und erfundene Perspektiven.

 

Alles in Allem eine erfrischend unklare Angelegenheit.

MIRTA DOMACINOVIC

Ausstellung: Samstag, 2.7. bis Freitag, 19.8.2016

 

 

Mirta Domacinovic, geboren in Vinkovci, Kroatien lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Frankfurt/M. (D) und in Perbersdorf bei St.Peter/Ot.(Ös). Ihre Werke wurden bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert. Die Arbeiten fanden so ihren Weg zum Goethe-Institut in Budapest, nach New York und sogar Korea. Seit 1994 erfolgten zahlreiche öffentliche Ankäufe für namhafte Sammlungen, darunter die der Deutschen Bank, der Landesbank Baden Württemberg oder dem Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt am Main.

Ihr Stil ist geprägt von alltäglichen Szenen, welche für sich genommen kein besonderes Ereignis darstellen. Ein kurzer Moment am Strand, im Schwimmbad oder einem Club wird durch die Interpretation von Mirta Domacinovic zu einer spannenden Szene.
Die Handelnden der Szenerie sind im Vordergrund angeordnet. Dabei spielen durchaus jedoch auch Personen eine wichtige Rolle, von denen nur der Rücken zu sehen ist. Sie bilden fur den Betrachter eine Möglichkeit, in die Szene einzutauchen.
Die farbliche Ausgestaltung der Werke ist zurückhaltend und harmonisch, Mirta Domacinovic arbeitet mit Pigment und Leinöl, zum Teil auf grober Leinwand. Oftmals ist der leicht ausgefuhrte Pinselstrich zu erkennen. In erster Linie setzt sie Menschen ins Bild. Körper, Gesichter und Gesten fordern den Betrachter zur Auseinandersetzung mit der gezeigten Szenerie auf und nicht selten entstehen regelrechte Blickkontakte zu den abgebildeten Personen.

Tritt der Betrachter nah an das Werk heran, nimmt er fast irritierende Oberflächen wahr. Mit größerem Abstand wandelt sich diese Wahrnehmung in beinahe fühlbare Klarheit. Man ist eingeladen, in die einzelnen Ebenen des Werkes einzutauchen, ein Wechselspiel zwischen Nähe und Distanz kann entstehen. Als Beobachter der Szenerie oder, so man sich darauf einlassen will, beinahe als Teilnehmender, der Oberflächen zu spüren, Gespräche oder ein Lachen zu hören glaubt.

 

 

Stefan Hoenerloh „INSTABILITÄT DER WIRKLICHKEIT“

Ausstellung: Samstag, 30.4. bis Donnerstag, 30.6.2016

 

 

Man beginnt als Künstler seine Tätigkeit ohne zu wissen, dass man Künstler wird. Das stellt sich erst später heraus. Anfangs gibt es einen unbändigen Wunsch, bestimmte Vorstellungen umzusetzen und erst nach einigen Jahren Tätigkeit merkt man, dass man einen Beruf hat, der bestimmte gesellschaftliche Normen in Frage stellt und einigen typischen Mechanismen unterworfen ist. Aber ursprünglich war der Beginn des Tuns nur ein Sehen und Staunen mit dem Wunsch, das gesehene zu erweitern. Zunächst beginnt man, Fragmente zu fotografieren.

Warum nun der Schwerpunkt auf Architektur bzw. Raum liegt, ist eine der schwer zu erklärenden Fragen, da sie aus einem jugendlichen unartikulierten Bedürfnis erwuchs. Architektur ist eine vom Menschen geschaffene langfristige Raumsituation, welche gut dazu geeignet ist, Zeit, Informationstheorie und Negativraum gleichzeitig darzustellen. Die Natur hat ebenfalls langfristige Raumsituationen hervorgebracht, aber sie können nur Inspirationsquelle sein, da der Bezug zum Menschen fehlt. Da aber Bauwerke ebenfalls länger als Menschen existieren, heben sie sich über deren Wichtigkeit primär hinweg. Ostberlin, als es noch nicht renoviert war, war nun das Paradebeispiel für stehengebliebene Zeit weltweit neben einigen Stadtvierteln Neapels und New Yorks.
Die Zeitfrage ist in den Bildern dadurch dargestellt, dass Gebäude übereinander gestellt sind, ohne dass sich ihr Baustil ändert. Dies zeigt eine Metapher für eine fortschrittslose Gesellschaft, in welcher das menschliche Gehirn Zeit hat, sich evolutionär den neuen Entwicklungen anzupassen; ergo eine sehr langsam vergehende, begreifbare Zeit. Die entsprechend Analogie findet sich in der Erosionsarchitektur, welche sich ins Gestein einschneidet, hingegen die Städte kristallin wachsen.
Mit dem Manierismus eklektizistischer Formen wird ein Teilbereich der Postmoderne über den Punkt hinausgeführt, ein Nebeneinander von zitierten Stilen zu bilden.
Für J.-F. Lyotard, der das Thema 1979 philosophisch ausarbeitete (1982 dt. "Das postmoderne Wissen"), beschreibt Postmoderne einen geistigen Zustand der Gegenwart nach dem Scheitern der großen Utopien. Hier hingegen ist unausgesprochen eine ehemalige, scheinbar aus der Vormoderne kommende Utopie als Kulisse vorausgesetzt. Dieses Architekturcapriccio verweist somit auf die Gleichzeitigkeit bestimmter pseudohistorischer Ereignisse, die eine Hinterfragung ihrer stilistischen Herkunft darstellen, da sie Anachronismen beinhalten. Es gibt zeitliche Widersprüche in den Arbeiten, die auf eine Realität jenseits der Utopien hinweisen, aber dennoch eine scheinbare Ideale Stadt als Ausgangspunkt nehmen. Die Besuche in Rom waren hier naturgemäss durch die dort exitierende Zeitenschichtung der grösste Einfluss.
Warum sind die Oberflächen der Gebäude rissig und verwittert wie eine Patina?
Die entstandene Information komplexer patinierter verwitterter Oberflächen ist ein Symbol für eine Gesellschaft, die wahrscheinlich durch die höhere Quantität an Information die Höherstehende ist. Die Bibliothek von Athen hatte gewiss weniger Bände als die British Library, genauso hat eine schmutzige Wandfläche tausendfach mehr Information als eine frisch gestrichene. Besonders für Kleinlebewesen ist die verwitterte Wand ein Sammelsurium an Versteckmöglichkeiten, komplex wie ein Tropenwald. Das Streichen einer Wand ist also die egoistische Zerstörung von Lebensraum und Information
Bei modernen Bauten findet man weder proportionierte Schönheit noch gibt es eine heterogene Wand, welche durch ihren Komplexitätsgrad eine Allegorie zu Baumrinde, Holzboden oder Felswänden darstellt, sondern nur Oberflächen und Formen, welche eine möglichst weite Entfernung zu jeder Natürlichkeit zurücklegen sollen. Die Angst der Menschen vor der Natur (und dem Tod) hat hier eine neue Dimension gewonnen. Die 3 Väter des Internationalen Stils (Le Corbusier, Mies v.d.Rohe und W.Gropius) haben einen Stil geschaffen, welcher zusätzlich eine extreme Ökonomie am Bau zuliess und sich damit komplett weltweit ausgebreitet hat. Diese Ökonomie (das Gegenteil von Kultur) lässt sich nun nicht wieder wegzaubern, die Gründe dazu sind in Tom Wolfes Buch "Mit dem Bauhaus leben" genauestens und verständlich dargelegt. In Felswänden hingegen findet man glattpolierte Flächen eigentlich eher selten, diese Rauhheit wurden im Gegenzug von Frank Lloyd Wright aufgegriffen.
Den Blickwinkel zu finden ist eine andere, schwierigere Aufgabe. Ein Situation wird zunächst schemenhaft skizziert. Manchmal wird auch eine Situation aus einem Canyon nachgestellt, mit Hauswänden verdeutlicht. Dann wird Haus für Haus soweit hin und her geschoben in einem virtuellen Grundriss, bis der Blickwinkel interessant ist. Canyons gibt es in dieser Form tatsächlich, hingegen der Realismus der Bilder nur ein scheinbarer ist. Es wird hier mit den Möglichkeiten der Komposition und räumlicher Staffelung eine Geschichte aufgebaut, die es nie gegeben hat. Die Analogie zur zeitbeständigen Natur ist gegeben, und sowenig sich in jener bestimmte Fragen stellen, sowenig ist die Frage nach der Kausalität bestimmter architektonischer Hinterlassenschaften beantwortbar. Sie mündet somit in die Forderung Adornos in der „Ästhetischen Theorie“, dass das Kunstwerk immer Rätsel produziert, die es nicht auflöst: "Die Unbestimmtheitszone zwischen dem Unerreichbaren und dem Realisierten macht ihr Rätsel aus."
Die Vertauschung von Innen- und Außenraum, die Schaffung des Gefühls der Temperatur, die Isoliertheit der Darstellung durch das Fehlen aller beweglicher Dinge und die Antagonistenpaare homogene und heterogene Oberflächen, Ruhe der Architektur und Bewegung der Perspektive, Angst einflössende dunkle Ecken und belichtete Inseln der Ruhe, erzeugen einen starken perspektivischen Sog. Jede Situation muss genau auf der Grenzlinie zwischen Fiktion und Erinnerung balancieren, da nur dann jegliches Schubladendenken unterlaufen wird.

Ein weiteres Thema der Arbeiten kommt aus der ästhetischen Raumtheorie, die sich ja nicht mehr nur mit Fassade und Innenraum beschäftigt, also dem reinen Außen und Innen der klassischen Architekturtheorie, sondern verstärkt mit der Wahrnehmung von Atmosphären. Zur Atmosphäre gehört eben auch die Positionierung im Stadtraum, das Licht, die Beziehung zu anderen Formen in der Umgebung, die durch Schatten und Spiegelungen in Fenstern angedeutet werden. Auch hier waren die Canyons gleich zeitlosen Stadtschluchten der Motor für virtuelle Planungen, da die ehemals inspirierenden realen Bauten inzwischen hinlänglich von dieser Erde verschwunden sind. Alle Fotos dieser Präsentation zeigen Häuser, welche so nicht mehr existieren, hingegen die Canyons den Betrachter auch in Millionen Jahren nicht enttäuschen.

 

 

„À TABLE - ZU TISCH“

Ausstellung: Samstag, 30.4. bis Donnerstag, 30.6.2016

 

 

Eine Ausstellung rund um‘s Essen und Trinken
À la Carte oder als Menü

mit Arbeiten von Florence Dailleux und Sabine Kasan
Ausstellung: Freitag, 12.2. bis Freitag, 15.4.2016
Die Künstlerinnen werden zu Vernissage und Finissage anwesend sein.
Einmal mehr eine Ausstellung, die Spannendes erwarten lässt. Beginnt doch schon die Vernissage mit dem Thema:
„Wie man mit den Augen isst und mit der Nase trinkt.“
Passend dazu erwartet die Galeriebesucher ab 20 Uhr eine Einführung in die Welt der Weine, mit Verkostung. Durchgeführt von Konstantin Kovarbasic.
zu Florence Dailleux
Florence Dailleux wurde in Paris geboren und hat in Schottland, Chile und Mexiko gearbeitet, bis sie in Frankfurt mit ihrer Familie sesshaft wurde. Nach Ihrem Studium der Geisteswissenschaften und Anglistik und mehreren Jahren Erfahrung im Marketing und Erwachsenen Bildung, griff sie in Mexiko wieder zu Ihren Stiften und ließ sich zu Ihrem Traumberuf im Bereich visuelle Kommunikation und Illustration weiterbilden. Sie ist seit 2006 freiberufliche Illustratorin und Künstlerin und hat in Kronberg Ihr Atelier. Die bunten, multikulturellen Einflüsse prägen Ihre Farbpalette und ihren vielfältigen Arbeitsstil. Sie ist Mitglied der Illustratoren Organisation e.V.
zu Sabine Kasan
Geboren 1955 in Oberhausen. 1976-1982 Studium an der Hochschule der Künste Berlin, Meisterschülerin bei Bernd Koberling. Zahlreiche Einzelausstellungen, 1989 Kunstpreis der IG Metall und 1991 Marianne-Werefkin-Preis des Vereins Berliner Künstlerinnen.
Über ihre Arbeit sagt sie:
Ich male immer unmittelbar vor dem Motiv, ob es nun Stilleben oder Landschaften sind. Meine „Kulturstillleben“ entwickeln sich aus den Eindrücken, die ich bei gesellschaftlichen Ereignissen wie Bällen und Empfängen, in Restaurants oder Speiseetagen der Luxuskaufhäuser gewinne. Dort sehe ich, wie Teller und Schüsseln, Gläser und Servietten arrangiert sind und abgegessene Reste liegen bleiben. Die für meine Bilder notwendige Software, nämlich Brot, Käse, Früchte, Schokolade, Fische etc., kaufe ich mir für jedes meiner Bilder neu. Von der Hardware, also Teller, Tafelsilber, Servietten, Sektkühler, habe ich einiges im Atelier vorrätig.

 

 

"DIE KUNST ZU SCHENKEN"

Ausstellung: Freitag, 12.2. bis Freitag, 15.4.2016

 

 

„Die Kunst zu Schenken“ – in vielen Unikaten, Multiples und Kleinserien von Künstlerinnen und Künstlern können Sie Ihr ganz persönliches Weihnachtsgeschenk entdecken und erstehen.

In der Ausstellung finden Sie Werke zu Preisen bereits ab 50 €. Egal ob Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Fotografien, Radierungen oder Objekte – bei der „Kunst zu Schenken“ findet so jeder ein originelles und außerdem individuelles und einmaliges Geschenk.

Ziel der Ausstellung ist, einer noch größeren Zahl unserer Galeriebesucher den Erwerb eines hochwertigen Originals zu ermöglichen.

 

 

„CARS - LOVE AFFAIRS“
Automotive Art von C.A.R. - Curd Achim Reich (Malerei) und Raimund Göbner (Skulptur)

AUSSTELLUNG: Samstag, 28.11.2015 - Freitag, 29.1.2016

 

 

Walter Röhrl, die deutsche Rallye-Weltmeister-Legende, sagte einmal augenzwinkernd wie provokant:
„Man kann ein Auto nicht wie einen Menschen behandeln - ein Auto braucht Liebe.“

Eine Aussage, die anstößt, auch wenn sie sicher nicht ganz ernst gemeint war. Dennoch Sinnbild für das besondere Verhältnis, welches viele Enthusiasten mit ihrem Automobil verbindet.
Die Liebe, die ein Auto erfahren kann, findet beim Maler C.A.R. Curd Achim Reich und bei dem Bildhauer Raimund Göbner den Weg in die Kunst.
Leidenschaftlich wie detailverliebt und mit großem handwerklichen Können zeigen beide Künstler auf verschiedene Weise, wie das oftmals doch als profan gescholtene Thema „Automobil“ zur Herzensangelegenheit im künstlerischen Ausdruck wird. In Bildern, die Geschichte(n) erzählen und Skulpturen, die den Betrachter schmunzeln lassen.

Gezeigt werden Arbeiten des Künstlers Curd Achim Reich, der durch seine Ausstellungen der internationalen Oldtimerszene besser unter seinen Initialen C.A.R. bekannt ist, sowie Skulpturen von Raimund Göbner, dessen oft humorige Holzarbeiten mit dem Thema Oldtimer ebenso zusammenhängen, wie auch die immer wieder beeindruckenden Bilder von C.A.R..

 

 

„EPHEMERE“

MIT ARBEITEN VON ULRIKE CRESPO

AUSSTELLUNG: Samstag, 26.09.2015 - Donnerstag, 29.10.2015

 

 

Schönheit und Vergänglichkeit, Liebe und Tod. Kein Lebewesen findet in der Symbolik häufiger Verwendung als die Blume – die Faszination für Blumen und deren Bedeutungsvielfalt gibt es in allen Weltkulturen. In der Malerei des 15. Jh. fand die christliche Pflanzensymbolik einen Höhepunkt, etwa mit vielfältigen Marienattributen in Gestalt von Blumen.

Blumenstillleben seit dem 16. Jh. verwiesen auf Vergänglichkeit und Eitelkeit alles Irdischen. Auch zeitgenössische Fotografen wenden sich immer wieder diesem Bildmotiv zu. Herausragende Beispiele sind Robert Mapplethorpes erotisch aufgeladene Kobralilien und Callas, Nobuyoshi Arakis sinnlich-morbide Blüten-Arrangements oder die lichtdurchfluteten Polaroids von Tulpen und Paeonien im Spätwerk Cy Twomblys.
Die zarten, fast immateriell wirkenden Blumenbilder der Fotografin Ulrike Crespo dagegen sind nicht arrangiert, sondern leben von einem fein austarierten Zusammenspiel von Naturhaftigkeit und beinahe malerisch zu nennender Fotografie. Wie schon in ihren Landschafts- und Blumenbildern im Licht der Dämmerung (veröffentlicht 2011 im Bildband »Twilight«) wählt Crespo auch hier den flüchtigen Augenblick des Blühens, dem das Vergehen schon innewohnt.
ULRIKE CRESPO lebt und arbeitet in Frankfurt, Wien und Irland. Sie hat mehrere Fotobücher veröffentlicht. Ihre Fotografien wurden in Einzelausstellungen gezeigt. Sie nahm außerdem an verschiedenen Gruppenausstellungen teil.
Freuen Sie sich an diesem Abend auch auf musikalische Beiträge passend zur Einstimmung auf das Kronberg Academy Festival.

 

 

"ART MEETS INTERIOR INTO THE GREEN"

AUSSTELLUNG: Samstag 29.8.2015 – Donnerstag 24.9.2015

 

Ein temporäres Austellungskonzept der Galerie Kerstner und der Innenarchitektin Andrea Poerschke.
ART MEETS INTERIOR ist ein innovatives, von der Galerie Kerstner und der Innenarchitektin Andrea Poerschke entwickeltes Konzept temporärer Ausstellungen, bei der Kunst und Inneneinrchtung zu einer harmonischen Einheit verschmelzen. Bei den Präsentationen dieser neuen Reihe sind die Elemente der Inneneinrichtung mit den Werken der ausstellenden Künstler bewusst in einem Gestaltungskontext zueinander gesetzt, der die Besucher inspiriert und neue Gestaltungsideen für den Innen- und Außenraum eröffnet. Denn die Kunst braucht nicht nur Raum, sondern der Raum braucht auch die Kunst. ART MEETS INTERIOR ist daher die perfekte Symbiose aus hochwertiger Kunst und gestaltetem Raum.
INTO THE GREEN heißt das vom Künstler Wulf Winckelmann gewählte Thema der ersten Ausstellung innerhalb dieser innovativen Reihe. Seine neuen, aus zahlreichen Farbschichten aufgebauten Gemälde oszillieren zwischen Abstraktion und Naturalismus. Gemeinsam ist Ihnen in dieser Ausstellung das Ausloten und die Auseinandersetzung mit der Farbe Grün – im unmittelbaren wie auch übertragenen Sinne.
Ergänzt werden die Gemälde Winckelmanns von Arbeiten der Bildhauerin Christiane Erdmann, deren Holzskulpturen gleichzeitig Kunst und charaktervolles Einrichtungsobjekt sind. Beide Künstler verfügen über eine reichhaltige Erfahrung mit Kunst im Innenraum: In den vergangenen Jahren realisierten sie in Europa und insbesondere auch in Hong Kong zahlreiche Kunst-am-Bau-Projekte.
Gerne entwickeln die Innenarchitektin Andrea Poerschke und der Galerist Ralph Kerstner für Ihr Zuhause oder Ihr Unternehmen ein individuelles Einrichtungskonzept mit Kunst. Sowohl ein exklusiver Atelierbesuch bei den Künstlern als auch die Beratung zu Produkten namhafter Hersteller aus dem Interiorbereich kann in den Gestaltungsprozess einfließen. Lassen Sie sich überraschen und sprechen Sie uns an …
Andrea Poerschke Innenarchitektur
Schöne Aussicht 20 • 61476 Kronberg
T: 0170 2756423
E: buero@innenarchitektur-poerschke.de
www.innenarchitektur-poerschke.de

 

 

„JUST WHITE“

MIT ARBEITEN VON LIU GUANGYN, RALPH KERSTNER,

MARIA POHLEN, ALMUTH SCHÖNINGH

 

 

 

Die Galerie Kerstner zeigt in der neuen Ausstellung Arbeiten von Künstlern, die mit den Techniken „Prägung“ und „Transparenz“ arbeiten. Zu sehen sind konkrete und vielschichtige Werke mit einprägsamer Bildsprache.

Der Dialog mit dem Betrachter und den Werken von LIU GUANGYN, RALPH KERSTNER, MARIA POHLEN und ALMUTH SCHÖNINGH kann beginnen.
LIU GUANGYN
Die in Kunstharz gegossenen Portraitfotos von Fotomodellen aus Modemagazinen und Werbezeitungen thematisieren den Verlust von Identität durch die Ökonomisierung des Menschen und der Erotik. In diesen Bildern verwendet Liu Guangyun Fotos von Gesichtern, die, den ästhetischen Normen der Werbewelt gehorchend, mit Hilfe der plastischen Chirurgie zu Gesichtern fast bar jeder wirklichen Identität geformt sind.
Guangyun beobachtet mit scharfem Blick unsere gesellschaftliche Realität. Er tut dies ohne zu werten, geradezu unbekümmert. Diese Haltung verhilft ihm, präzise Aussagen von hoher künstlerischer Verdichtung zu treffen. In seinen aus Kunstharz gefertigten Werken geht es um die klassisch künstlerischen und menschlichen Themen Leben –Schönheit –Eros –Tod. Liu Guangyuns Kunst regt den Betrachter zur Reflexion über die Definition von Schönheit an. Was ist wirklich schön, und wann wird der Wunsch nach perfekter Schönheit zum Wahn?
Der bei Mainz lebende chinesische Künstler Liu Guangyun wurde 1962 in Jinanin China geboren. Er genoss seine künstlerische Ausbildung an der Central Academy of Fine Arts & Design in Peking.
RALPH KERSTNER
Die Prägungen in Büttenpapier von Ralph Kerstner sind der Stilrichtung "Konkrete Kunst" zuzuordnen. Gestalterisches Grundmodul ist meist das Quadrat, das sich variiert in den geprägten Arbeiten wiederfindet. Strukturen, Raster und das weiße Papier sind die Grundbausteine der Kompositionen. Licht und Schatten, Raum und Bewegung, lassen die Bilder je nach Betrachterstandpunkt und Tageszeit anders erscheinen.
„Die neue Kunst hat den Grundsatz in den Vordergrund gestellt, dass Kunst nur sich selbst zum Inhalt haben kann. So finden wir denn in ihr nicht die Idee von irgendetwas, sondern nur die Idee von der Kunst selbst, von ihrem Selbstinhalt. Die ureigene Idee der Kunst ist ihre Gegenstandslosigkeit.“– Wassily Kandinsky
Ralph Kerstner wurde 1953 in Grafschaft geboren. Er studierte an der Städel-Schule Bildhauerei. Seit 2006 lebt und arbeitet er in Kronberg.
MARIA POHLEN
Papier wird als zweidimensional angesehen. Dennoch ist es möglich, dem Papier durch handwerkliche Bearbeitung eine Plastizität abzugewinnen, seine Leichtigkeit und Transparenz zu erhalten oder sogar zu steigern.
Im "Nachbild" zu H. v. Kleists Aufsatz "Über die allmählige Verfertigung der Gedanken beim Reden" entstanden die "Transparenzen".
"Allmählig" deutet auf eine langsam erlebte Zeit beim Nachdenken als Prozeß im Verfertigen von Gedanken. Diese finden als Risse, Splitter, als eingedrückte Spurenansammlungen zueinander. Sichtbar wird allmählich eine Gedankenbaustelle. Die Arbeitsspuren sprechen von der Art Gedanken, die kommen und dann ins Leere gehen, also nicht zu fassen sind. Und doch - auf dem Papier sammeln sie sich über das Gewährenlassen und Versuchen zu einer Form und einer Bildsprache über das Ansammeln, das Anwachsen zu einem plastischen Werden von Nachdenken, das nur vermeintlich ins Leere gestoßen ist.
Maria Pohlen wurde 1950 in Aulen (Landkreis Ravensburg) geboren. Als ausgebildete Steinbildhauer- Meisterin studierte 1970-1973 Bildhauerei an den Kunstakademien München (Prof. Brenninger) und Nürnberg (Prof. Schorer). Seit 1983 lebt und arbeitet sie in Eschborn.
ALMUTH SCHÖNINGH
In ihrer Kunst möchte sie die Reduzierung der Formensprache und die Einfachheit der Farbe Weiß betonen. Dies zeigt für sie die Ästhetik des Schlichten. Gleichzeitig haben die einfachen Formen die Ausdruckskraft des Symbolischen und Mystischen. Diese Kombination ist für sie faszinierend und bewegend.

Almuth Schöningh ist am 24. November 1971 in Goldsboro, North Carolina in USA geboren. Von 1995-2000 am Chelsea College of Art and Design in London Malerei und machte dort ihren BA- Abschluss in Fine Art.

 

 

„AUS HEITEREM HIMMEL“
MALEREI VON ANJA HANTELMANN

 

„Steigen Sie ein! Fahren Sie mit, gleich geht’s wieder rund!“. So scheint es aus Anja Hantelmanns Bilderzyklus „Karussell“ herauszurufen. Denn die Dynamik und die gewählten Bildausschnitte und Perspektiven nehmen den Betrachter sofort gefangen. Als befände man sich mittendrin im Karussell; aufgehängt nur an dünnen Ketten, den Fliehkräften ausgesetzt.

Wer kennt es nicht, das Gefühl in einem Kettenkarussell zu sitzen: Die Lust an der freien Bewegung, das flaue Gefühl bis hin zur Angst, wenn der haltbietende Horizont plötzlich nicht mehr fassbar ist. Körperhaltung, Mimik und Schreie wandeln sich während der Fahrt im Wechselbad der Befindlichkeiten. Anja Hantelmann spürt diesen Empfindungen nach. Ihre Bilder konfrontieren den Betrachter mit der ganzen Palette der erlebten Gefühle. Die Dynamik, die gewählten Bildausschnitte und Perspektiven nehmen ihn sofort gefangen. Die Gemälde erlauben es, vom Zuschauer zum Teilnehmer zu werden – immer dann, wenn selbst Erlebtes erfahrbar wird.
Thematisch passend fragte Nietzsche in einer heraufdämmernden Moderne: „Stürzen wir nicht fortwährend? Nach rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten? Gibt es noch ein Oben und Unten? Irren wir nicht durch das unendliche Nichts?“
In Anja Hantelmanns Karussell-Zyklus sind, wie in einer Antwort auf Nietzsches Frage, tatsächlich schwebende und nach allen Seiten hin stürzende Figuren zu sehen, die an dünnen Marionettenschnüren als Trabanten einen manchmal sichtbaren, manchmal unsichtbaren Planeten umkreisen: das Dach eines Karussells.

Auch in Ihren, inhaltlich zum „Flug im Kettenkarussell“ passenden Wolkenbildern beweist Anja Hantelmann, dass sie meisterlich mit Pinsel und Farbe umzugehen versteht. Und sie ist außerdem eine brillante Beobachterin unserer Gefühlswelt. Also: Steigen Sie ein, jetzt geht’s rund!

 

 

„IDOLE DER KINDHEIT“
MIT SKULPTUREN VON MICHAEL HENNING UND ANNA-KATHARINA HESSE

 

 

MICHAEL HENNING

Erst durch Medien wie Comic, Fernsehen und Film werden Charaktere und Inhalt zu komplexen Geschichten verwoben und diese Geschichten hatten ihre Helden. Helden verführen dazu, ihnen nachzueifern, ihre Einstellung und ihre Sichtweise zu übernehmen. Helden polarisieren: „Des einen Freud, des Ander´n Leid“. Helden waren in allen Disziplinen stets siegreich oder hatten zumindest etwas Außergewöhnliches an sich, sodass ihre Fans sich mit ihnen identifizieren konnten.

Es ist der Wunsch eines jeden Anhängers, sein Idol als Freund zu haben, ihn als sicht- und greifbares Gegenüber zu erleben. Die erste Verknüpfung zur Bildhauerei entstand für Michael Henning aufgrund der Anzeige „Chip Away“ aus einem US-Comic (aus dem Fundus seines großen Bruders). Die Möglichkeit, sich seine Helden selbst zu erschaffen, hat ihn absolut fasziniert.
Michael Henning: „Der Gedanke an einen solchen Baukasten zu kommen, war jedoch illusorisch. Zur Verfügung standen mir nur Sperrholztafeln, Bretter und Borke. Bemalte, ausgesägte Superhelden waren das erste greifbare Ergebnis meiner Bemühungen. Es war ein guter Anfang.“
ANNA-KATHARINA HESSE
Das Thema ihrer Examensarbeit fügt sich gut in das ein, was Anna-Katharina Hesse überwiegend in ihrer Arbeit während des gesamten Studiums beschäftigte: Sie interessiert sich für junge Weiblichkeiten, Selbstdarstellung und die Präsentation des Selbst in der Öffentlichkeit bzw. im Web 2.0.
In Ihrer zukünftigen Rolle als Lehrerin beschäftigte sie insbesondere das Thema: „Wie stellen sich junge Mädchen und Frauen gegenwärtig im World Wide Web dar?“
Auf dem Weg zur Ausbildung einer eigenen künstlerischen Position versucht Anna-Katharina Hesse, Ansprüche der Gegenwartskunst mit dem traditionellen Handwerk zu verbinden und das „angestaubte“ Image des klassischen Mediums zu brechen.
Anna-Katharina Hesse stellt außerdem die Frage: „Wie sehen die heutigen Helden einer jungen Generation aus? Wie erlangt man in der kapitalistischen Geselschaft Bewunderung? Wie hat sich das Frauenbild im Laufe des 20. und 21. Jahrhunderts gewandelt?“

 


HOLZWERKE AUS 2 JAHRZEHNTEN VON CHRISTIANE ERDMANN

23. November - 5. Dezember 2014: AUSSTELLUNG „ZWISCHENBERICHT“

 

Seit Beendigung ihres Studiums der Bildhauerei 1977 widmet sich Christiane Erdmann ausschließlich der Skulptur und dabei fast ausnahmslos der Figur. Neben Menschen- und Tierdarstellungen entstanden nur einige wenige abstrakte Werke.
Nach anfänglichen Arbeiten in Ton und Metall ist es seit über zwanzig Jahren der Werkstoff Holz, mit dem sich die Künstlerin auseinandersetzt. Ob Eiche, Buche, Pappel, Kastanie oder Kirsche – den Baumstamm als Ausgangspunkt ihrer Arbeit sieht sie in erster Linie als einen monolithischen Block Arbeitsmaterial, aus dem sie zunächst mit der Kettensäge, später mit dem Beitel ihre Skulpturen heraussägt und "herausschält". Maserung und Dichte des Werkstoffes haben dabei – außer in den wenigen glattgeschliffenen und abstrakteren Skulpturen wie etwa den "Stelen" – für Erdmann selten Bedeutung. Soweit es die technischen Eigenschaften des Holzes zulassen, folgt sie in ihrer Arbeit eher ihren Vorstellungen, als dem Wuchs des Baumes.
Bietet sich wie in dieser Ausstellung die Möglichkeit, einen Querschnitt der Holzskulpturen der Künstlerin aus den letzten beiden Jahrzehnten zu betrachten, so lassen sich vor allen Dingen Unterschiede in der Bearbeitung der Oberflächen erkennen: Außer den bereits genannten abstrakten Arbeiten zeichnen sich die früheren Werke durch gröbere, und fast bis zum Abschluss mit der Kettensäge durchgearbeite Oberflächenstrukturen aus. Bei den jüngeren Figuren hingegen ist diese Struktur zunehmend feiner geworden. Auch die Farbigkeit hat sich verändert: Die frühen, lediglich geölten Skulpturen zeigen alleine den Ton des Holzes, aus dem sie gefertigt wurden. Später begann die Künstlerin, sie partiell mit Feuer zu schwärzen. Heute sind – abgesehen von den Sockelpostamenten, aus denen die Figuren herauswachsen – alle ihre Arbeiten farbig gefasst.
Die Skulpturen von Christiane Erdmann wurden in nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt, gewannen Preise und fanden Eingang in zahlreiche bedeutende Sammlungen. Die Galerie Kerstner zeigt ihre Arbeiten seit 2011.

 

 

AUSSTELLUNG „SEKUNDENGLÜCK“ MALEREI VON JULIA BELOT

14. Oktober - 21. November 2014

 

Kennen Sie dieses Gefühl?
Wenn Sie in der Hetze des Tages an einem Rosenbusch vorbeilaufen, der Duft Sie erfasst, Sie den Kopf wenden und in einer Sekunde die Schönheit des Rosenbusches, dieser Begegnung, begreifen und ein Gefühl der Freude und Wärme Sie durchströmt? Das ist Sekundenglück.
Wenn Sie nach Jahrzehnten den Speicher aufräumen, in Kästen und Kisten stöbern, die Fotos der schönsten Tage ihrer Kindheit finden. Dann erinnern Sie sich an diese längst vergessenen Momente, fühlen sie körperlich und tagträumen zurückversetzt in diese verlorene Welt. Das ist Sekundenglück.
Spontan fallen ihnen jetzt sicher eine Menge solcher Situationen ein. Es geht um Momente der totalen Gegenwart, das Sich-Verlieren im Augenblick.
Julia Belot, die Malerin, erfasst diese Ereignisse mit sicherem Gespür und fixiert sie in ihren Bildern: die Träume der Kinder, ihre Unvoreingenommenheit, die Blumen am Wegrand, die Persönlichkeit von Pflanze, Mensch und Tier.

 


MALEREI VON KIRSTEN VAN DEN BOGAARD

12. September - 13. Oktober 2014

 

Vertraut und doch ungewöhnlich. Gemalt, ja, aber auf ungewohntem Material. Oft detailliert wiedergegeben, nur meist vom Betrachter abgewandt. Im Kopf entsteht eine Geschichte.
Kirsten van den Bogaard malt Bilder nach Bildern und setzt sich mit dem
Massenmedium Fotografie künstlerisch auseinander. Gemeinsam mit der Fotografie ist der Eindruck eines Schnappschusses und der Charakter des Zufälligen und Augenblickhaften. Durch die Malweise in fotorealistischer Manier, deren Präzision beeindruckt, wird die irritierende Nähe zu dem Massenmedium gesucht.
Beobachtungen von Menschen im städtischen Umfeld sind die Motive, die Kirsten van den Bogaard auswählt um die Phantasie des Betrachters anzuregen und aufzufordern, Geschichten zu erfinden.
Der Verzicht auf architektonischen oder landschaftlichen Umraum und der Ausschnittcharakter der Motive lädt dazu ein, die Szenen gedanklich zu ergänzen.
Gleichzeitig wird der Betrachter zum Beobachter und ist darüberhinaus auch „im Bilde“, da er durch die Spiegelungen seiner Umrisse auf dem Bildträger, der hochglänzend lackierten Aluminiumplatte, erscheint.
Körperlichkeit entsteht durch modellierende Farbverläufe, durch Lichtreflexe sowie durch das lebendige Spiel von Licht und Schatten. Im Unterschied zu den fotografischen Vorlagen scheinen die Figuren auf dem schwarzen oder weißen hochglänzenden Malgrund zu schweben, verstärkt durch den Kontrast der matt aufgetragenen Acrylfarbe.
Das künstlerische Werk von Kirsten van den Bogaard erscheint als gemaltes Spiegelbild der Gesellschaft, in dem sich auch der Betrachter spiegeln kann.

 


FOTOCOLLAGEN VON SIMONE VAN DE LOO

15. August - 10. September 2014

 

Simone van de Loo ist bekannt für Ihre faszinierende Collagen-Technik. In Ihre Fotografien passt sie maßstabsgerecht plastische Figuren ein. Als imaginäre Akteure treten diese in Interaktion mit realen Personen. In menschenleeren Szenerien erscheinen sie wie Schauspieler auf einer Bühne.
Die Architektur ist dabei für die Arbeiten Simone van de Loos weit mehr als nur Kulisse. Offen oder kleinteilig, großzügig oder verwinkelt, märchenhaft geheimnisvoll, Bausünde oder Ruine. Sie erzeugt eine Stimmung, die für die Szenen, die sich vor oder in ihr abspielen, entscheidend ist. Die Architektur, als statisches Element, stellt außerdem den wichtigen Faktor Zeit, im Sinn von Dauerhaftigkeit dar.
Die Architektur im Bild kann anhand stilistischer Merkmale jeweils ungefähr datiert werden. Die Ausstattung der Figuren im Werk entzieht sich jedoch einer eindeutigen zeitlichen Zuordnung.
Simone van de Loo bringt verschiedene Realitäts- und Zeitebenen miteinander in Verbindung. Einerseits den festgehaltenen Moment, andererseits eine extrem starke erzählerische Kraft. Der Betrachter meint, einen Verlauf zu erkennen, addiert der Szene ein Vorher und Nachher hinzu.
Tauchen Sie in diese faszinierenden Werke ein und seien Sie gespannt auf die "Filme" die dazu im Kopf entstehen.

 

 

 

MALEREI VON THOMAS JESSEN
SKULPTUREN VON PETER SIMON MÜHLHÄUSSER

12. Juli - 14. August 2014

 

Thomas Jessen, 1958 in Lübbecke/Westfalen geboren, hat an der Düsseldorfer Akademie als Schüler von Gerhart Richter studiert und vom Land NRW ein Paris-Stipendium für die Cité des Arts erhalten.
Er ist nicht nur ein begnadeter Portraitist sondern ein ebenso wunderbarer Landschafts- und Blumenmaler.
Auf vielen Gemälden tauchen horizontale oder diagonale Streifen auf, die einerseits einen gewissen Verfremdungseffekt haben und andererseits dazu beitragen, einen zusätzlichen Bildraum zu schaffen. Lassen Sie sich überraschen.
Peter Simon Mühlhäußer wurde 1982 in Göppingen geboren. Mit Cum Laude absolvierte er die New York Acadamy nachdem er ein Diplom als Steinmetz und Marmorbildhauer abgelegt hat.
Im Gegensatz zu Thomas Jessen schafft er keine Portraits, sondern kreiert fiktive Menschenbilder, die universell zu verstehen sind und einen allgemeinen Gemütszustand vermitteln.
Seine Materialwahl betont das nackte, empfindsame Fleisch einerseits, andererseits schafft das kalte Material Distanz. Mühlhäußer kreiert seine Figuren ohne Modell. Dank seiner phantastischen Modellierfähigkeit und Anatomiekenntnisse gelingt ihm dies aus dem Kopf!

 


MALEREI VON STEFAN HOENERLOH UND MIRTA DOMACINOVIC, SKULPTUREN VON ZELJKO RUSIC

5. Mai - 11. Juli 2014

 

Der Schwerpunkt unserer aktuellen Ausstellung liegt auf den Werken Stefan Hoenerlohs - einem ganz und gar außergewöhnlichen Maler. Ein moderner Künstler, dessen perfekte Technik an die der alten Meister erinnert.
Die Werke Stefan Hoenerlohs haben als übergeordnetes Thema die Architektur der Stadt. Die Ausschnitte gewesener, existierender oder zukünftiger städtischer Architektur erwecken im Betrachter das Gefühl, diese schon einmal gesehen zu haben. Eine Täuschung - denn tatsächlich ist alles, was der Künstler in faszinierender technischer Ausführung entstehen lässt, reine Fiktion.
Stefan Hoenerloh malt vielstöckige Großbauten. Die Anlage der Perspektive lässt den Betrachter das Motiv als monumental wahrnehmen. Verwitterung, unübersehbare Spuren der Zeit, sind ein weiteres Merkmal der Arbeiten. Außerdem die Leere. Die Werke zeigen weder Menschen noch Tiere, auch keine Pflanzen. Auf den zweiten Blick lassen sich jedoch Spuren von Bewohntheit entdecken.
Stefan Hoenerlohs Spiel mit Unsicherheit und Täuschung schafft eine ungeheure Spannung. Die aktuelle Ausstellung ist darum eine faszinierende und außergewöhnliche Gelegenheit, zu staunen, scheinbar zu erkennen, zu verwerfen und wieder neu zu beginnen. Wer sich darauf einlässt, die Architektur des Stefan Hoenerloh zu erkunden, findet aus dieser so schnell nicht wieder heraus.
Außerdem zeigen wir aktuell u.a. auch Werke der Malerin MIRTA DOMACINOVIC und Skulpturen von ZELJKO RUSIC.

 

 

"4x4 WASSERLANDSCHAFTEN" - MALEREI VON WULF WINCKELMANN

28. MÄRZ - 3. MAI 2014

 

IM RAHMEN VON 4 ZYKLEN GAB ES NACH DEM "BILDWECHSEL" JEWEILS EINE VOLLKOMMEN NEUE AUSSTELLUNG ZU ENTDECKEN.
„4x4 WASSERLANDSCHAFTEN“:
ein Ausstellungskonzept, das sich ganz den großen Formaten des Malers Wulf Winckelmann widmete. Während des Ausstellungszeitraumes vom 28. März bis 3. Mai präsentierten wir in der Galerie Kerstner in Kronberg vier Zyklen insgesamt 16 großformatige Landschaftsmalereien des Künstlers:
ZYKLUS 1: „COASTLINE“, ZYKLUS 2: „SEA“, ZYKLUS 3: „ESTUARY“, ZYKLUS 4: „FONDAMENTA“
Allen gezeigten Bildern war das Thema „Wasser“ gemeinsam, jedoch widmeten sich die vier Bilderzyklen in unterschiedlichen Abstraktionsgraden jeweils einem anderen Aspekt: Beginnend mit Variationen über Küstenlandschaften folgten Zyklen zum Meer und der offenen See bzw. zu Flussmündungen und Lagunenlandschaften; und schließlich die sehr abstrakte Serie „Fondamenta“, in der sich Winckelmann der Spiegelung von Architektur in Wasserflächen widmet. Ergänzend zu den großen Formaten zeigten wir thematisch passend selbstverständlich jeweils auch noch mittlere und kleinere Gemälde des Künstlers.
Wulf Winckelmann war zu jeder der 4 Vernissagen anwesend und gab spannende Erläuterungen zu den Werken und deren Hintergrund.

 

 

"HAUS TAMBARAN" - MALEREI VON RAINER LATHER

31. Januar - 27. März 2014

 

Zur Vernissage am Freitag, den 31.1.2014 fand die Lesung des Künstler aus seinem Buch „Machen und Sein" statt.
„Wir befinden uns in einer Sackgasse, aus der wir nicht herauskommen, wenn wir nicht den Versuch wagen, uns mit geeigneten Mitteln des Denkens und Wahrnehmens wieder umfassend als das zu begreifen, was wir als Menschen sind: an einem allumfassenden Leben teilnehmende Erscheinungen, sich ständig entwickelnd und verändernd, nicht statisch und in keiner Weise autark. Daraus ergibt sich, was wir mit Sicherheit nicht sind: Besitzer eines individuellen Lebens.“
aus: Rainer Lather „Machen und Sein“
Rainer Lather, geboren 1960 in Marburg, malt seit seiner Jugend. Er absolvierte eine Ausbildung zum Schreiner und Techniker und besuchte die Werkkunstschule Flensburg. Unter anderem arbeitete er mehrere Jahre als Ausbilder und technischer Berater in Papua Neuguinea und Lesotho. Schwerpunkt seiner Arbeiten sind die Darstellung von Personen, Porträts und Porträt-Serien. Rainer Lather ist freischaffender Maler und unterrichtet Kunst, Arbeitslehre und Werken an einer inklusiven Gesamtschule in Gießen.
In seinem Buch "Machen und Sein" betrachtet er unser Denken und Wahrnehmen aus der Perspektive eines handwerklich begründeten Denkens. Die Grundlage dafür bildet ein zweijähriger Aufenthalt in Papua Neuguinea, Mitte der 80er-Jahre. Die Erlebnisse und Erfahrungen dieser Zeit sind die Basis, auf welcher Rainer Lather das linear abstrahierende Denken der westlichen Zivilisation in Kontrast mit dem setzt, was er als "vielfach gleichzeitiges Beobachten und Wahrnehmen" bezeichnet. Lather beschreibt die sich kontinuierlich verengende Art des linear abstrahierenden Denkens unseres Kulturkreises und gibt Hinweise auf dessen Entstehung. An Beispielen beschreibt er „Zustände“ bzw. Resultate dieser Verengung und zeigt Möglichkeiten zur Revision auf. Er möchte dazu auffordern, die von vielen Zeitgenossen als Misere unserer Zivilisation empfundene zunehmende Isolierung und Vereinsamung des Menschen neu wahrzunehmen.
Das "Haus Tambaran", das Ahnenhaus, ist der Mittelpunkt eines Dorfes der Sepik-Region in Papua Neuguinea. Das von Ständern getragene Langhaus dient u.a. als Aufbewahrungsort zahlreicher Holzbildhauer-Arbeiten, die verstorbene Mitglieder der Dorfgemeinschaft darstellen. In der Tradition ist der Rat dieser geschnitzten „Ahnen“ verfügbar und kann von den Mitgliedern der Gemeinschaft eingeholt werden.
Rainer Lather war fasziniert von dieser Einbindung längst Verstorbener in das tägliche Leben. In den Werken seiner Serie "Haus Tambaran" versucht er, vor seinem europäischen Hintergrund, den eigenen Ahnen näher zu kommen und sie in die Gegenwart einzubinden.

 

 

"ELEMENTARE VERBINDUNGEN" - SKULPTUREN VON ZELJKO RUSIC

DEZEMBER 2013/JANUAR 2014:

 

 

Ein Bildhauer, ganz im ursprünglichen Wortsinne, auch wenn sein favorisiertes Arbeitsgerät mittlerweile die Kettensäge ist – ein Handwerkszeug, das er virtuos beherrscht.

Er weiß, was vom Holz weggeschlagen, weggeschnitten, entfernt wird, ist endgültig verloren. Diese Tatsache gibt seinem plastischen Denken und seinem bildhauerischen Schaffen eine unnachahmliche Besonnenheit. Rusics gewöhnliche Figurencharaktere berichten stets von Existentiellem und spiegeln die ganzen Facetten des Menschseins und der Gesellschaft wider.
Ob lebensgroße Figur, Stelenfigur oder unscheinbarer Winzling, Rusic orientiert sich stets am Menschenmaß und lässt den Betrachter an der Verortung des Menschen teilhaben. Durch geschicktes Arrangement werden spannungsvolle Bezüge hergestellt – aber man kann auch jeder einzelnen Figur als Dialogpartner begegnen. Titel lässt der Künstler bewusst weg, denn er fordert vom Betrachter die Kommunikation mit seinen Werken und lässt bei der Interaktion die größtmögliche Freiheit der Interpretation.

 


"DIE KUNST ZU SCHENKEN"

DEZEMBER 2013

 

 

 

In vielen Unikaten, Multiples und Kleinserien von Künstlerinnen und Künstlern das ganz persönliche Weihnachtsgeschenk entdecken und erstehen - das ist die Idee von „Die Kunst zu Schenken“.

Die Preise der ausgestellten Werke waren limitiert und bewegten sich zwischen 80 und 800 Euro. Egal ob Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Fotografien, Radierungen oder Objekte – bei der „Kunst zu Schenken“ sollte jeder ein originelles, und außerdem individuelles und einmaliges Geschenk finden können.
Als Besonderheit hatten wir uns von allen teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern vor allen Dingen Arbeiten gewünscht, die weniger als 100 Euro kosten. Ziel war, einer noch größeren Zahl unserer Galeriebesucher den Erwerb eines hochwertigen Originals zu ermöglichen.
Gezeigt wurden Arbeiten von:
Tatjana Basting, Andreas Bausch, Johannes Bierling, Tanja Böhme, Sophie Casado, Alexandra Deutsch, Ralf Ehmann, Christiane Erdmann, Nicole Fehling, Konstanze Feindt Eißner, Konrad Franz, Udo W. Gottfried, Verena Guther, Karin Hoerler, Sigrid Palmer, Nadja Iseli, Ingrid Rodewald, Maren Ruben, Zeljko Rusic, Wolfram Scheffel, Axel Schweppe, Simone van de Loo, Aaron Vidal, Wulf Winckelmann
NOVEMBER 2013:
MALEREI UND SKULPTUR VON VRONI SCHWEGLER UND KONRAD FRANZ
VRONI SCHWEGLER
Die Künstlerin setzt sich in ihren Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken seit vielen Jahren mit dem Tierstillleben als zentrales Thema auseinander.
Fische, die sie nicht als Gegenstand, sondern als eine Erscheinung im Licht versteht und malt, zählen seit langem zu ihren Lieblingsmotiven.
Vroni Schwegler interessieren besonders der Ausdruck und die Physiognomie der Tiere, die Struktur ihrer feuchten, schillernden Schuppen oder das nie geschlossene und darum scheinbar immer schauende Auge.
Die Gemälde mit den stark angeschnittenen Bildrändern sind wie Schwärme gehängt. Durch die Nachbarschaft ähnlicher Bilder werden bestimmte Kompositionstypen erkennbar. Diese verstärken sich gegenseitig und steigern damit das Bewegungsmoment innerhalb des Schwarms.
- aus der Laudatio von Esther Walldorf im Rahmen des 5. Bad Homburger Herbstsalons -
KONRAD FRANZ
Viele der Skulpturen von Konrad Franz sind körperlich deutbar.

Teilweise überlässt es der Künstler aber auch der Phantasie des Betrachters, halbabstrakte Körperlichkeit den gewohnten Wahrnehmungsmustern zuzuordnen. Er arbeitet mit Kettensäge und Beil. Rohe ungeschliffene Oberflächen intensivieren die Ausdrucksstärke seiner Arbeiten. Im Kontrast dazu spürt man eine weiche, fast beschwingte Stimme seiner Formensprache.

 

 

"UNTEREWEGS" - AUSSTELLUNG AUF DER IAA 2013 IN FRANKFURT

12. BIS 22. SEPTEMBER 2013

 

 

UNTERWEGS
Die "automobilste Show der Welt", die IAA in Frankfurt begeisterte 2013 einmal mehr Automobil-Enthusiasten und Technikverliebte gleichermaßen. Unserer Meinung nach ein würdiger Rahmen und ein gute Gelegenheit, sich der Kunst von ihrer aerodynamischen Seite zu nähern.

Unsere Künstler nahmen sich für diese weltweit beachtete Leistungsschau das Thema Mobilität vor.

 


"BADEFREUDEN"

7. JUNI BIS 15. AUGUST 2013

 

 

 

CHRISTIANE ERDMANN, WULF WINCKELMANN

4. MAI BIS 6. JUNI 2013

 

CHRISTIANE ERDMANN

Die heute in Wiesbaden lebende Künstlerin ist wohl in erster Linie als ausgezeichnete Beobachterin zu beschreiben. Gleichermaßen sensibel und stark wirken ihre szenischen Skulpturen von Personen oder Tieren. Holz, mit den darauf befindlichen Spuren der Werkzeuge, ist das Arbeitsmaterial für Ihre Skulpturen. Schwächen und Stärken in einer Szene oder einer menschlichen Skulptur werden gleichermaßen aufgezeigt. Die Arbeiten von Christiane Erdmann wurden mehrfach international ausgestellt. Sie sind Teil mehrerer öffentlicher und privater Sammlungen.

 

WULF WINCKELMANN

Überwiegend großformatige und mitunter abstrakte Landschaften prägen das Schaffen Wulf Winckelmanns. Weite Himmel spannen sich über tief gezogene Horizonte und laden den Betrachter in spannungsreiche Atmosphären ein. Die in seinen Werken sichtbaren Landschaften von riesigen Wolkengebilden, eines Meereshorizonts, berauschender Natur lassen hinter der zunächst ruhig erscheinenden Szene jedoch immer noch etwas vermuten. Grundsätzlich lässt Wulf Winckelmann genug Raum für subjektive, emotionale Eindrücke. Wulf Winckelmanns Werke waren bereits in mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten. Der Künstler hat erfolgreich verschiedene Kunst am Bau Projekte in Deutschland, Hong Kong, Liechtenstein sowie Moskau realisiert.

 

HEINER MEYER

22. MÄRZ BIS 27. APRIL 2013

 

Der Bielefelder Pop-Art-Künstler Heiner Meyer begeistert mit Werken, die meist gegensätzliche Elemente aufweisen. Nicht selten bringt er Gegenständliches und Abstraktes zusammen. Auch kombiniert er verschiedene Techniken wie Fotografie und Malerei.

 

 

SONDERAUSSTELLUNG

8. BIS 10. FEBRUAR 2013

 

HELGE HOMMES

ANNETTE BESGEN

STEFAN HOENERLOH

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