Stefan Hoenerloh „INSTABILITÄT DER WIRKLICHKEIT“

Vernissage: Freitag, 29.4.2016, ab 18 Uhr
Ausstellung: Samstag, 30.4. bis Donnerstag, 30.6.2016

Man beginnt als Künstler seine Tätigkeit ohne zu wissen, dass man Künstler wird. Das stellt sich erst später heraus. Anfangs gibt es einen unbändigen Wunsch, bestimmte Vorstellungen umzusetzen und erst nach einigen Jahren Tätigkeit merkt man, dass man einen Beruf hat, der bestimmte gesellschaftliche Normen in Frage stellt und einigen typischen Mechanismen unterworfen ist. Aber ursprünglich war der Beginn des Tuns nur ein Sehen und Staunen mit dem Wunsch, das gesehene zu erweitern. Zunächst beginnt man, Fragmente zu fotografieren.

Warum nun der Schwerpunkt auf Architektur bzw. Raum liegt, ist eine der schwer zu erklärenden Fragen, da sie aus einem jugendlichen unartikulierten Bedürfnis erwuchs. Architektur ist eine vom Menschen geschaffene langfristige Raumsituation, welche gut dazu geeignet ist, Zeit, Informationstheorie und Negativraum gleichzeitig darzustellen. Die Natur hat ebenfalls langfristige Raumsituationen hervorgebracht, aber sie können nur Inspirationsquelle sein, da der Bezug zum Menschen fehlt. Da aber Bauwerke ebenfalls länger als Menschen existieren, heben sie sich über deren Wichtigkeit primär hinweg. Ostberlin, als es noch nicht renoviert war, war nun das Paradebeispiel für stehengebliebene Zeit weltweit neben einigen Stadtvierteln Neapels und New Yorks.

Die Zeitfrage ist in den Bildern dadurch dargestellt, dass Gebäude übereinander gestellt sind, ohne dass sich ihr Baustil ändert. Dies zeigt eine Metapher für eine fortschrittslose Gesellschaft, in welcher das menschliche Gehirn Zeit hat, sich evolutionär den neuen Entwicklungen anzupassen; ergo eine sehr langsam vergehende, begreifbare Zeit.  Die entsprechend Analogie findet sich in der Erosionsarchitektur, welche sich ins Gestein einschneidet, hingegen die Städte kristallin wachsen.

Mit dem Manierismus eklektizistischer Formen wird ein Teilbereich der Postmoderne über den Punkt hinausgeführt, ein Nebeneinander von zitierten Stilen zu bilden.
Für J.-F. Lyotard, der das Thema 1979 philosophisch ausarbeitete (1982 dt. "Das postmoderne Wissen"), beschreibt Postmoderne einen geistigen Zustand der Gegenwart nach dem Scheitern der großen Utopien. Hier hingegen ist unausgesprochen eine ehemalige, scheinbar aus der Vormoderne kommende Utopie als Kulisse vorausgesetzt. Dieses Architekturcapriccio verweist somit auf die Gleichzeitigkeit bestimmter pseudohistorischer Ereignisse, die eine Hinterfragung ihrer stilistischen Herkunft darstellen, da sie Anachronismen beinhalten. Es gibt zeitliche Widersprüche in den Arbeiten, die auf eine Realität jenseits der Utopien hinweisen, aber dennoch eine scheinbare Ideale Stadt als Ausgangspunkt nehmen. Die Besuche in Rom waren hier naturgemäss durch die dort exitierende Zeitenschichtung der grösste Einfluss.

Warum sind die Oberflächen der Gebäude rissig und verwittert wie eine Patina?
Die entstandene Information komplexer patinierter verwitterter Oberflächen ist ein Symbol für eine Gesellschaft, die wahrscheinlich durch die höhere Quantität an Information die Höherstehende ist. Die Bibliothek von Athen hatte gewiss weniger Bände als die British Library, genauso hat eine schmutzige Wandfläche tausendfach mehr Information als eine frisch gestrichene. Besonders für Kleinlebewesen ist die verwitterte Wand ein Sammelsurium an Versteckmöglichkeiten, komplex wie ein Tropenwald. Das Streichen einer Wand ist also die egoistische Zerstörung von Lebensraum und Information

Bei modernen Bauten findet man weder proportionierte Schönheit noch gibt es eine heterogene Wand, welche durch ihren Komplexitätsgrad eine Allegorie zu Baumrinde, Holzboden oder Felswänden darstellt, sondern nur Oberflächen und Formen, welche eine möglichst weite Entfernung zu jeder Natürlichkeit zurücklegen sollen. Die Angst der Menschen vor der Natur (und dem Tod) hat hier eine neue Dimension gewonnen. Die 3 Väter des Internationalen Stils (Le Corbusier, Mies v.d.Rohe und W.Gropius) haben einen Stil geschaffen, welcher zusätzlich eine extreme Ökonomie am Bau zuliess und sich damit komplett weltweit ausgebreitet hat. Diese Ökonomie (das Gegenteil von Kultur) lässt sich nun nicht wieder wegzaubern, die Gründe dazu sind in Tom Wolfes Buch "Mit dem Bauhaus leben" genauestens und verständlich dargelegt. In Felswänden hingegen findet man glattpolierte Flächen eigentlich eher selten, diese Rauhheit wurden im Gegenzug von Frank Lloyd Wright aufgegriffen.

Den Blickwinkel zu finden ist eine andere, schwierigere Aufgabe. Ein Situation wird zunächst schemenhaft skizziert. Manchmal wird auch eine Situation aus einem Canyon nachgestellt, mit Hauswänden verdeutlicht. Dann wird Haus für Haus soweit hin und her geschoben in einem virtuellen Grundriss, bis der Blickwinkel interessant ist. Canyons gibt es in dieser Form tatsächlich, hingegen der Realismus der Bilder nur ein scheinbarer ist. Es wird hier mit den Möglichkeiten der Komposition und räumlicher Staffelung eine Geschichte aufgebaut, die es nie gegeben hat. Die Analogie zur zeitbeständigen Natur ist gegeben, und sowenig sich in jener bestimmte Fragen stellen, sowenig ist die Frage nach der Kausalität bestimmter architektonischer Hinterlassenschaften beantwortbar. Sie mündet somit in die Forderung Adornos in der „Ästhetischen Theorie“, dass das Kunstwerk immer Rätsel produziert, die es nicht auflöst: "Die Unbestimmtheitszone zwischen dem Unerreichbaren und dem Realisierten macht ihr Rätsel aus."

Die Vertauschung von Innen- und Außenraum, die Schaffung des Gefühls der Temperatur, die Isoliertheit der Darstellung durch das Fehlen aller beweglicher Dinge und die Antagonistenpaare homogene und heterogene  Oberflächen, Ruhe der Architektur und Bewegung der Perspektive, Angst einflössende dunkle Ecken und belichtete Inseln der Ruhe, erzeugen einen starken perspektivischen Sog. Jede Situation muss genau auf der Grenzlinie zwischen Fiktion und Erinnerung balancieren, da nur dann jegliches Schubladendenken unterlaufen wird.

Ein weiteres Thema der Arbeiten kommt  aus der ästhetischen  Raumtheorie, die sich ja nicht mehr nur mit Fassade und Innenraum beschäftigt, also dem reinen Außen und Innen der klassischen Architekturtheorie, sondern verstärkt mit der Wahrnehmung von Atmosphären. Zur Atmosphäre gehört eben auch die Positionierung im Stadtraum, das Licht, die Beziehung zu anderen Formen in der Umgebung, die durch Schatten und Spiegelungen in Fenstern angedeutet werden. Auch hier waren die Canyons gleich zeitlosen Stadtschluchten der Motor für virtuelle Planungen, da die ehemals inspirierenden realen Bauten inzwischen hinlänglich von dieser Erde verschwunden sind. Alle Fotos dieser Präsentation zeigen Häuser, welche so nicht mehr existieren, hingegen die Canyons den Betrachter auch in Millionen Jahren nicht enttäuschen.


„À TABLE - ZU TISCH“

Eine Ausstellung rund um‘s Essen und Trinken
À la Carte oder als Menü

mit Arbeiten von Florence Dailleux und Sabine Kasan

Vernissage: Donnerstag, 11.2.2016, ab 18 Uhr
Ausstellung: Freitag, 12.2. bis Freitag, 15.4.2016
Finissage: Freitag, 15.4.2016, ab 18 Uhr


Die Künstlerinnen werden zu Vernissage und Finissage anwesend sein.

Einmal mehr eine Ausstellung, die Spannendes erwarten lässt. Beginnt doch schon die Vernissage mit dem Thema:

„Wie man mit den Augen isst und mit der Nase trinkt.“

Passend dazu erwartet die Galeriebesucher ab 20 Uhr eine Einführung in die Welt der Weine, mit Verkostung. Durchgeführt von Konstantin Kovarbasic.

zu Florence Dailleux
Florence Dailleux wurde in Paris geboren und hat in Schottland, Chile und Mexiko gearbeitet, bis sie in Frankfurt mit ihrer Familie sesshaft wurde. Nach Ihrem Studium der Geisteswissenschaften und Anglistik und mehreren Jahren Erfahrung im Marketing und Erwachsenen Bildung, griff sie in Mexiko wieder zu Ihren Stiften und ließ sich zu Ihrem Traumberuf im Bereich visuelle Kommunikation und Illustration weiterbilden. Sie ist seit 2006 freiberufliche Illustratorin und Künstlerin und hat in Kronberg Ihr Atelier. Die bunten, multikulturellen Einflüsse prägen Ihre Farbpalette und ihren vielfältigen Arbeitsstil. Sie ist Mitglied der Illustratoren Organisation e.V.

zu Sabine Kasan
Geboren 1955 in Oberhausen. 1976-1982 Studium an der Hochschule der Künste Berlin, Meisterschülerin bei Bernd Koberling. Zahlreiche Einzelausstellungen, 1989 Kunstpreis der IG Metall und 1991 Marianne-Werefkin-Preis des Vereins Berliner Künstlerinnen.

Über ihre Arbeit sagt sie:
Ich male immer unmittelbar vor dem Motiv, ob es nun Stilleben oder Landschaften sind. Meine „Kulturstillleben“ entwickeln sich aus den Eindrücken, die ich bei gesellschaftlichen Ereignissen wie Bällen und Empfängen, in Restaurants oder Speiseetagen der Luxuskaufhäuser gewinne. Dort sehe ich, wie Teller und Schüsseln, Gläser und Servietten arrangiert sind und abgegessene Reste liegen bleiben. Die für meine Bilder notwendige Software, nämlich Brot, Käse, Früchte, Schokolade, Fische etc., kaufe ich mir für jedes meiner Bilder neu. Von der Hardware, also Teller, Tafelsilber, Servietten, Sektkühler, habe ich einiges im Atelier vorrätig.


"DIE KUNST ZU SCHENKEN"



„Die Kunst zu Schenken“ –  in vielen Unikaten, Multiples und Kleinserien von Künstlerinnen und Künstlern können Sie Ihr ganz persönliches Weihnachtsgeschenk entdecken und erstehen.

In der Ausstellung finden Sie Werke zu Preisen bereits ab 50 €. Egal ob Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Fotografien, Radierungen oder Objekte – bei der „Kunst zu Schenken“ findet so jeder ein originelles und außerdem individuelles und einmaliges Geschenk.

Ziel der Ausstellung ist, einer noch größeren Zahl unserer Galeriebesucher den Erwerb eines hochwertigen Originals zu ermöglichen.

AUSSTELLUNG: Samstag, 28.11.2015 - Freitag, 29.1.2016


„CARS - LOVE AFFAIRS“

Automotive Art von C.A.R. - Curd Achim Reich (Malerei) und Raimund Göbner  (Skulptur)

Walter Röhrl, die deutsche Rallye-Weltmeister-Legende, sagte einmal augenzwinkernd wie provokant:
„Man kann ein Auto nicht wie einen Menschen behandeln - ein Auto braucht Liebe.“

Eine Aussage, die anstößt, auch wenn sie sicher nicht ganz ernst gemeint war. Dennoch Sinnbild für das besondere Verhältnis, welches viele Enthusiasten mit ihrem Automobil verbindet.

Die Liebe, die ein Auto erfahren kann, findet beim Maler C.A.R. Curd Achim Reich und bei dem Bildhauer Raimund Göbner den Weg in die Kunst.

Leidenschaftlich wie detailverliebt und mit großem handwerklichen Können zeigen beide Künstler auf verschiedene Weise, wie das oftmals doch als profan gescholtene Thema „Automobil“ zur Herzensangelegenheit im künstlerischen Ausdruck wird. In Bildern, die Geschichte(n) erzählen und Skulpturen, die den Betrachter schmunzeln lassen.

Gezeigt werden Arbeiten des Künstlers Curd Achim Reich, der durch seine Ausstellungen der internationalen Oldtimerszene besser unter seinen Initialen C.A.R. bekannt ist, sowie Skulpturen von Raimund Göbner, dessen oft humorige Holzarbeiten mit dem Thema Oldtimer ebenso zusammenhängen, wie auch die immer wieder beeindruckenden Bilder von C.A.R..


„EPHEMERE“

MIT ARBEITEN VON ULRIKE CRESPO



Schönheit und Vergänglichkeit, Liebe und Tod. Kein Lebewesen findet in der Symbolik häufiger Verwendung als die Blume – die Faszination für Blumen und deren Bedeutungsvielfalt gibt es in allen Weltkulturen. In der Malerei des 15. Jh. fand die christliche Pflanzensymbolik einen Höhepunkt, etwa mit vielfältigen Marienattributen in Gestalt von Blumen.

Blumenstillleben seit dem 16. Jh. verwiesen auf Vergänglichkeit und Eitelkeit alles Irdischen. Auch zeitgenössische Fotografen wenden sich immer wieder diesem Bildmotiv zu. Herausragende Beispiele sind Robert Mapplethorpes erotisch aufgeladene Kobralilien und Callas, Nobuyoshi Arakis sinnlich-morbide Blüten-Arrangements oder die lichtdurchfluteten Polaroids von Tulpen und Paeonien im Spätwerk Cy Twomblys.


Die zarten, fast immateriell wirkenden Blumenbilder der Fotografin Ulrike Crespo dagegen sind nicht arrangiert, sondern leben von einem fein austarierten Zusammenspiel von Naturhaftigkeit und beinahe malerisch zu nennender Fotografie. Wie schon in ihren Landschafts- und Blumenbildern im Licht der Dämmerung (veröffentlicht 2011 im Bildband »Twilight«) wählt Crespo auch hier den flüchtigen Augenblick des Blühens, dem das Vergehen schon innewohnt.

ULRIKE CRESPO lebt und arbeitet in Frankfurt, Wien und Irland. Sie hat mehrere Fotobücher veröffentlicht. Ihre Fotografien wurden in Einzelausstellungen gezeigt. Sie nahm außerdem an verschiedenen Gruppenausstellungen teil.

Zur Vernissage am Freitag, den 25.09.2015, von 18 – 21 Uhr möchten wir Sie, Ihre Familie und Freunde herzlich einladen.


Freuen Sie sich an diesem Abend auch auf musikalische Beiträge passend zur Einstimmung auf das Kronberg Academy Festival.

Die Künstlerin wird zur Vernissage anwesend sein.

VERNISSAGE:

Freitag, 25.09.2015, 18 – 21 Uhr

AUSSTELLUNG:
Samstag, 26.09.2015 – Donnerstag, 29.10.2015

ÖFFNUNGSZEITEN:
Während des Kronberg Academy Festival
vom 26. September bis 03. Oktober 2015 ist die Galerie geöffnet:

Montag        28.09.
Dienstag      29.09
Donnerstag  01.10.
Freitag         02.10. 
16  – 19 Uhr

Samstag  03.10.
10 – 12 Uhr

Ab Freitag, den 09.10.
freitags, 16 – 19 Uhr
samstags, 10 – 14 Uhr

Sehr gern sind wir auch außerhalb unserer Öffnungszeiten für Sie da! Vereinbaren Sie einfach telefonisch einen Termin unter:
0171-4709465


"ART MEETS INTERIOR INTO THE GREEN"


Ein temporäres Austellungskonzept der Galerie Kerstner und der Innenarchitektin Andrea Poerschke.

ART MEETS INTERIOR ist ein innovatives, von der Galerie Kerstner und der Innenarchitektin Andrea Poerschke entwickeltes Konzept temporärer Ausstellungen, bei der Kunst und Inneneinrchtung zu einer harmonischen Einheit verschmelzen. Bei den Präsentationen dieser neuen Reihe sind die Elemente der Inneneinrichtung mit den Werken der ausstellenden Künstler bewusst in einem Gestaltungskontext zueinander gesetzt, der die Besucher inspiriert und neue Gestaltungsideen für den Innen- und Außenraum eröffnet. Denn die Kunst braucht nicht nur Raum, sondern der Raum braucht auch die Kunst. ART MEETS INTERIOR ist daher die perfekte Symbiose aus hochwertiger Kunst und gestaltetem Raum.
 
INTO THE GREEN heißt das vom Künstler Wulf Winckelmann gewählte Thema der ersten Ausstellung innerhalb dieser innovativen Reihe. Seine neuen, aus zahlreichen Farbschichten aufgebauten Gemälde oszillieren zwischen Abstraktion und Naturalismus. Gemeinsam ist Ihnen in dieser Ausstellung das Ausloten und die Auseinandersetzung mit der Farbe Grün – im unmittelbaren wie auch übertragenen Sinne.
Ergänzt werden die Gemälde Winckelmanns von Arbeiten der Bildhauerin Christiane Erdmann, deren Holzskulpturen gleichzeitig Kunst und charaktervolles Einrichtungsobjekt sind. Beide Künstler verfügen über eine reichhaltige Erfahrung mit Kunst im Innenraum: In den vergangenen Jahren realisierten sie in Europa und insbesondere auch in Hong Kong zahlreiche Kunst-am-Bau-Projekte.

Gerne entwickeln die Innenarchitektin Andrea Poerschke und der Galerist Ralph Kerstner für Ihr Zuhause oder Ihr Unternehmen ein individuelles Einrichtungskonzept mit Kunst. Sowohl ein exklusiver Atelierbesuch bei den Künstlern als auch die Beratung zu Produkten namhafter Hersteller aus dem Interiorbereich kann in den Gestaltungsprozess einfließen. Lassen Sie sich überraschen und sprechen Sie uns an …
 
Zur Vernissage am Donnerstag, den 28.08.2015 um 19 Uhr möchten wir Sie, Ihre Familie und Freunde herzlich einladen.

Die Künstler werden zur Vernissage anwesend sein.

VERNISSAGE:
Freitag, 28.08.2015, 19 Uhr (Die Galerie ist ab 16 Uhr geöffnet)

AUSSTELLUNG:
Samstag 29.8.2015 – Donnerstag 24.9.2015

MATINEE:
Sonntag 06.09. 11 – 14 UHR
Freuen Sie sich auf einen Vormittag mit Musik, einem Glas Prosecco
und auf anregende Gespräche mit den anwesenden Künstlern ...

KRONBERG|ER|LEBEN-HERBSTMARKT 2.0:
Samstag 12.09. ab 14 UHR
Sonntag 13.09. ab 12 UHR
In der Galerie Kerstner Kunst, Design und Genuss erleben.
In Kooperation mit dem Restaurant Zehntscheune.

ÖFFNUNGSZEITEN:
freitags, 16 – 19 Uhr
samstags, 10 – 14 Uhr

KONTAKT
Galerie Kerstner
Friedrich-Ebert-Straße 7 • 61476 Kronberg
T: 0171 4709465
E: rk@galerie-kerstner.de
 
Andrea Poerschke Innenarchitektur
Schöne Aussicht 20 • 61476 Kronberg
T: 0170 2756423
E: buero@innenarchitektur-poerschke.de
www.innenarchitektur-poerschke.de


„JUST WHITE“

MIT ARBEITEN VON LIU GUANGYN, RALPH KERSTNER,
MARIA POHLEN, ALMUTH SCHÖNINGH

Die Galerie Kerstner zeigt in der neuen Ausstellung Arbeiten von Künstlern, die mit den Techniken Prägung und Transparenz arbeiten. Zu sehen sind konkrete und vielschichtige Werke mit einprägsamer Bildsprache.

Der Dialog mit dem Betrachter und den Werken von LIU GUANGYN, RALPH KERSTNER, MARIA POHLEN und ALMUTH SCHÖNINGH kann beginnen.

LIU GUANGYN

Die in Kunstharz gegossenen Portraitfotos von Fotomodellen aus Modemagazinen und Werbezeitungen thematisieren den Verlust von Identität durch die Ökonomisierung des Menschen und der Erotik. In diesen Bildern verwendet Liu Guangyun Fotos von Gesichtern, die, den ästhetischen Normen der Werbewelt gehorchend, mit Hilfe der plastischen Chirurgie zu Gesichtern fast bar jeder wirklichen Identität geformt sind.

Guangyun beobachtet mit scharfem Blick unsere gesellschaftliche Realität. Er tut dies ohne zu werten, geradezu unbekümmert. Diese Haltung verhilft ihm, präzise Aussagen von hoher künstlerischer Verdichtung zu treffen. In seinen aus Kunstharz gefertigten Werken geht es um die klassisch künstlerischen und menschlichen Themen Leben Schönheit Eros Tod. Liu Guangyuns Kunst regt den Betrachter zur Reflexion über die Definition von Schönheit an. Was ist wirklich schön, und wann wird der Wunsch nach perfekter Schönheit zum Wahn? 

Der bei Mainz lebende chinesische Künstler Liu Guangyun wurde 1962 in Jinanin China geboren. Er genoss seine künstlerische Ausbildung an der Central Academy of Fine Arts & Design in Peking.

RALPH KERSTNER

Die Prägungen in Büttenpapier von Ralph Kerstner sind der Stilrichtung "Konkrete Kunst" zuzuordnen. Gestalterisches Grundmodul ist meist das Quadrat, das sich variiert in den geprägten Arbeiten wiederfindet. Strukturen, Raster und das weiße Papier sind die Grundbausteine der Kompositionen. Licht und Schatten, Raum und Bewegung, lassen die Bilder je nach Betrachterstandpunkt und Tageszeit anders erscheinen.

„Die neue Kunst hat den Grundsatz in den Vordergrund gestellt, dass Kunst nur sich selbst zum Inhalt haben kann. So finden wir denn in ihr nicht die Idee von irgendetwas, sondern nur die Idee von der Kunst selbst, von ihrem Selbstinhalt. Die ureigene Idee der Kunst ist ihre Gegenstandslosigkeit.“– Wassily Kandinsky

Ralph Kerstner wurde 1953 in Grafschaft geboren. Er studierte an der Städel-Schule Bildhauerei. Seit 2006 lebt und arbeitet er in Kronberg.

MARIA POHLEN

Papier wird als zweidimensional angesehen. Dennoch ist es möglich, dem Papier durch handwerkliche Bearbeitung eine Plastizität abzugewinnen, seine Leichtigkeit und Transparenz zu erhalten oder sogar zu steigern.

Im "Nachbild" zu H. v. Kleists Aufsatz "Über die allmählige Verfertigung der Gedanken beim Reden" entstanden die "Transparenzen".

"Allmählig" deutet auf eine langsam erlebte Zeit beim Nachdenken als Prozeß im Verfertigen von Gedanken. Diese finden als Risse, Splitter, als eingedrückte Spurenansammlungen zueinander. Sichtbar wird allmählich eine Gedankenbaustelle. Die Arbeitsspuren sprechen von der Art Gedanken,  die kommen und dann ins Leere gehen, also nicht zu fassen sind. Und doch - auf dem Papier sammeln sie sich über das Gewährenlassen und Versuchen zu einer Form und einer Bildsprache über das Ansammeln, das Anwachsen zu einem plastischen Werden von Nachdenken, das nur vermeintlich ins Leere gestoßen ist.

Maria Pohlen wurde 1950 in Aulen (Landkreis Ravensburg) geboren. Als ausgebildete Steinbildhauer- Meisterin studierte 1970-1973 Bildhauerei an den Kunstakademien München (Prof. Brenninger) und Nürnberg (Prof. Schorer). Seit 1983 lebt und arbeitet sie in Eschborn.

ALMUTH SCHÖNINGH

In ihrer Kunst möchte sie die Reduzierung der Formensprache und die Einfachheit der Farbe Weiß betonen. Dies zeigt für sie die Ästhetik des Schlichten. Gleichzeitig haben die einfachen Formen die Ausdruckskraft des Symbolischen und Mystischen. Diese Kombination ist für sie faszinierend und bewegend.

Almuth Schöningh ist am 24. November 1971 in Goldsboro, North Carolina in USA geboren. Von 1995-2000 am Chelsea College of Art and Design in London Malerei und machte dort ihren BA- Abschluss in Fine Art.


„AUS HEITEREM HIMMEL“
MALEREI VON ANJA HANTELMANN


„Steigen Sie ein! Fahren Sie mit, gleich geht’s wieder rund!“. So scheint es aus Anja Hantelmanns Bilderzyklus „Karussell“ herauszurufen. Denn die Dynamik und die gewählten Bildausschnitte und Perspektiven nehmen den Betrachter sofort gefangen. Als befände man sich mittendrin im Karussell; aufgehängt nur an dünnen Ketten, den Fliehkräften ausgesetzt.


Wer kennt es nicht, das Gefühl in einem Kettenkarussell zu sitzen: Die Lust an der freien Bewegung, das flaue Gefühl bis hin zur Angst, wenn der haltbietende Horizont plötzlich nicht mehr fassbar ist. Körperhaltung, Mimik und Schreie wandeln sich während der Fahrt im Wechselbad der Befindlichkeiten. Anja Hantelmann spürt diesen Empfindungen nach. Ihre Bilder konfrontieren den Betrachter mit der ganzen Palette der erlebten Gefühle. Die Dynamik, die gewählten Bildausschnitte und Perspektiven nehmen ihn sofort gefangen. Die Gemälde erlauben es, vom Zuschauer zum Teilnehmer zu werden – immer dann, wenn selbst Erlebtes erfahrbar wird.


Thematisch passend fragte Nietzsche in einer heraufdämmernden Moderne: „Stürzen wir nicht fortwährend? Nach rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten? Gibt es noch ein Oben und Unten? Irren wir nicht durch das unendliche Nichts?“

 

In Anja Hantelmanns Karussell-Zyklus sind, wie in einer Antwort auf Nietzsches Frage, tatsächlich schwebende und nach allen Seiten hin stürzende Figuren zu sehen, die an dünnen Marionettenschnüren als Trabanten einen manchmal sichtbaren, manchmal unsichtbaren Planeten umkreisen: das Dach eines Karussells.


Auch in Ihren, inhaltlich zum „Flug im Kettenkarussell“ passenden Wolkenbildern beweist Anja Hantelmann, dass sie meisterlich mit Pinsel und Farbe umzugehen versteht. Und sie ist außerdem eine brillante Beobachterin unserer Gefühlswelt. Also: Steigen Sie ein, jetzt geht’s rund!



„IDOLE DER KINDHEIT“
MIT SKULPTUREN VON MICHAEL HENNING UND ANNA-KATHARINA HESSE

MICHAEL HENNING

Erst durch Medien wie Comic, Fernsehen und Film  werden Charaktere und Inhalt zu komplexen Geschichten verwoben und diese Geschichten hatten ihre Helden. Helden verführen dazu, ihnen nachzueifern, ihre Einstellung und ihre Sichtweise zu übernehmen. Helden polarisieren: „Des einen Freud, des Ander´n Leid“. Helden waren in allen Disziplinen stets siegreich oder hatten zumindest etwas Außergewöhnliches an sich, sodass ihre Fans sich mit ihnen identifizieren konnten.

Es ist der Wunsch eines jeden Anhängers, sein Idol als Freund zu haben, ihn als sicht- und greifbares  Gegenüber zu erleben. Die erste Verknüpfung zur Bildhauerei entstand für Michael Henning aufgrund der Anzeige „Chip Away“ aus einem US-Comic (aus dem Fundus seines großen Bruders). Die Möglichkeit, sich seine Helden selbst zu erschaffen, hat ihn absolut fasziniert.
 
Michael Henning: „Der Gedanke an einen solchen Baukasten zu kommen, war jedoch illusorisch. Zur Verfügung standen mir nur Sperrholztafeln, Bretter und Borke. Bemalte, ausgesägte Superhelden waren das erste greifbare Ergebnis meiner Bemühungen. Es war ein guter Anfang.“

ANNA-KATHARINA HESSE

Das Thema ihrer Examensarbeit fügt sich gut in das ein, was Anna-Katharina Hesse überwiegend in ihrer Arbeit während des gesamten Studiums beschäftigte: Sie interessiert sich für junge Weiblichkeiten, Selbstdarstellung und die Präsentation des Selbst in der Öffentlichkeit bzw. im Web 2.0.

In Ihrer zukünftigen Rolle als Lehrerin beschäftigte sie insbesondere das Thema: „Wie stellen sich junge Mädchen und Frauen gegenwärtig im World Wide Web dar?“

Auf dem Weg zur Ausbildung einer eigenen künstlerischen Position versucht Anna-Katharina Hesse, Ansprüche der Gegenwartskunst mit dem traditionellen Handwerk zu verbinden und das „angestaubte“ Image des klassischen Mediums zu brechen.

Anna-Katharina Hesse stellt außerdem die Frage: „Wie sehen die heutigen Helden einer jungen Generation aus? Wie erlangt man in der kapitalistischen Geselschaft Bewunderung? Wie hat sich das Frauenbild im Laufe des 20. und 21. Jahrhunderts gewandelt?“

23. November - 5. Dezember 2014: AUSSTELLUNG „ZWISCHENBERICHT“
HOLZWERKE AUS 2 JAHRZEHNTEN VON CHRISTIANE ERDMANN



Seit Beendigung ihres Studiums der Bildhauerei 1977 widmet sich Christiane Erdmann ausschließlich der Skulptur und dabei fast ausnahmslos der Figur. Neben Menschen- und Tierdarstellungen entstanden nur einige wenige abstrakte Werke.

Nach anfänglichen Arbeiten in Ton und Metall ist es seit über zwanzig Jahren der Werkstoff Holz, mit dem sich die Künstlerin auseinandersetzt. Ob Eiche, Buche, Pappel, Kastanie oder Kirsche – den Baumstamm als Ausgangspunkt ihrer Arbeit sieht sie in erster Linie als einen monolithischen Block Arbeitsmaterial, aus dem sie zunächst mit der Kettensäge, später mit dem Beitel ihre Skulpturen heraussägt und "herausschält". Maserung und Dichte des Werkstoffes haben dabei – außer in den wenigen glattgeschliffenen und abstrakteren Skulpturen wie etwa den "Stelen" – für Erdmann selten Bedeutung. Soweit es die technischen Eigenschaften des Holzes zulassen, folgt sie in ihrer Arbeit eher ihren Vorstellungen, als dem Wuchs des Baumes.

Bietet sich wie in dieser Ausstellung die Möglichkeit, einen Querschnitt der Holzskulpturen der Künstlerin aus den letzten beiden Jahrzehnten zu betrachten, so lassen sich vor allen Dingen Unterschiede in der Bearbeitung der Oberflächen erkennen: Außer den bereits genannten abstrakten Arbeiten zeichnen sich die früheren Werke durch gröbere, und fast bis zum Abschluss mit der Kettensäge durchgearbeite Oberflächenstrukturen aus. Bei den jüngeren Figuren hingegen ist diese Struktur zunehmend feiner geworden. Auch die Farbigkeit hat sich verändert: Die frühen, lediglich geölten Skulpturen zeigen alleine den Ton des Holzes, aus dem sie gefertigt wurden. Später begann die Künstlerin, sie partiell mit Feuer zu schwärzen. Heute sind – abgesehen von den Sockelpostamenten, aus denen die Figuren herauswachsen – alle ihre Arbeiten farbig gefasst.

Die Skulpturen von Christiane Erdmann wurden in nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt, gewannen Preise und fanden Eingang in zahlreiche bedeutende Sammlungen. Die Galerie Kerstner zeigt ihre Arbeiten seit 2011.

14. Oktober - 21. November 2014: AUSSTELLUNG „SEKUNDENGLÜCK“
MALEREI VON JULIA BELOT



Kennen Sie dieses Gefühl?

Wenn Sie in der Hetze des Tages an einem Rosenbusch vorbeilaufen, der Duft Sie erfasst, Sie den Kopf wenden und in einer Sekunde die Schönheit des Rosenbusches, dieser Begegnung, begreifen und ein Gefühl der Freude und Wärme Sie durchströmt? Das ist Sekundenglück.

Wenn Sie nach Jahrzehnten den Speicher aufräumen, in Kästen und Kisten stöbern, die Fotos der schönsten Tage ihrer Kindheit finden. Dann erinnern  Sie sich an diese längst vergessenen Momente, fühlen sie körperlich und tagträumen zurückversetzt in diese verlorene Welt. Das ist Sekundenglück.

Spontan fallen ihnen jetzt sicher eine Menge solcher Situationen ein. Es geht um Momente der totalen Gegenwart, das Sich-Verlieren im Augenblick.

Julia Belot, die Malerin, erfasst diese Ereignisse mit sicherem Gespür und fixiert sie in ihren Bildern: die Träume der Kinder, ihre Unvoreingenommenheit, die Blumen am Wegrand, die Persönlichkeit von Pflanze, Mensch und Tier.


12. September - 13. Oktober 2014
MALEREI VON KIRSTEN VAN DEN BOGAARD



Vertraut und doch ungewöhnlich. Gemalt, ja, aber auf ungewohntem Material. Oft detailliert wiedergegeben, nur meist vom Betrachter abgewandt. Im Kopf entsteht eine Geschichte.

Kirsten van den Bogaard malt Bilder nach Bildern und setzt sich mit dem
Massenmedium Fotografie künstlerisch auseinander. Gemeinsam mit der Fotografie ist der Eindruck eines Schnappschusses und der Charakter des Zufälligen und Augenblickhaften. Durch die Malweise in fotorealistischer Manier, deren Präzision beeindruckt, wird die irritierende Nähe zu dem Massenmedium gesucht.

Beobachtungen von Menschen im städtischen Umfeld sind die Motive, die Kirsten van den Bogaard auswählt um die Phantasie des Betrachters anzuregen und aufzufordern, Geschichten zu erfinden.

Der Verzicht auf architektonischen oder landschaftlichen Umraum und der Ausschnittcharakter der Motive lädt dazu ein, die Szenen gedanklich zu ergänzen.

Gleichzeitig wird der Betrachter zum Beobachter und ist darüberhinaus auch „im Bilde“, da er durch die Spiegelungen seiner Umrisse auf dem Bildträger, der hochglänzend lackierten Aluminiumplatte, erscheint.

Körperlichkeit entsteht durch modellierende Farbverläufe, durch Lichtreflexe sowie durch das lebendige Spiel von Licht und Schatten. Im Unterschied zu den fotografischen Vorlagen scheinen die Figuren auf dem schwarzen oder weißen hochglänzenden Malgrund zu schweben, verstärkt durch den Kontrast der matt aufgetragenen Acrylfarbe.

Das künstlerische Werk von Kirsten van den Bogaard erscheint als gemaltes Spiegelbild der Gesellschaft, in dem sich auch der Betrachter spiegeln kann.


15. August - 10. September 2014
FOTOCOLLAGEN VON SIMONE VAN DE LOO

Simone van de Loo ist bekannt für Ihre faszinierende Collagen-Technik. In Ihre Fotografien passt sie maßstabsgerecht plastische Figuren ein. Als imaginäre Akteure treten diese in Interaktion mit realen Personen. In menschenleeren Szenerien erscheinen sie wie Schauspieler auf einer Bühne.

Die Architektur ist dabei für die Arbeiten Simone van de Loos weit mehr als nur Kulisse. Offen oder kleinteilig, großzügig oder verwinkelt, märchenhaft geheimnisvoll, Bausünde oder Ruine. Sie erzeugt eine Stimmung, die für die Szenen, die sich vor oder in ihr abspielen, entscheidend ist. Die Architektur, als statisches Element, stellt außerdem den wichtigen Faktor Zeit, im Sinn von Dauerhaftigkeit dar.

Die Architektur im Bild kann anhand stilistischer Merkmale jeweils ungefähr datiert werden. Die Ausstattung der Figuren im Werk entzieht sich jedoch einer eindeutigen zeitlichen Zuordnung.

Simone van de Loo bringt verschiedene Realitäts- und Zeitebenen miteinander in Verbindung. Einerseits den festgehaltenen Moment, andererseits eine extrem starke erzählerische Kraft. Der Betrachter meint, einen Verlauf zu erkennen, addiert der Szene ein Vorher und Nachher hinzu.

Tauchen Sie in diese faszinierenden Werke ein und seien Sie gespannt auf die "Filme" die dazu im Kopf entstehen.


12. Juli - 14. August 2014

MALEREI VON THOMAS JESSEN
SKULPTUREN VON PETER SIMON MÜHLHÄUSSER

Thomas Jessen, 1958 in Lübbecke/Westfalen geboren, hat an der Düsseldorfer Akademie als Schüler von Gerhart Richter studiert und vom Land NRW ein Paris-Stipendium für die Cité des Arts erhalten.
Er ist nicht nur ein begnadeter Portraitist sondern ein ebenso wunderbarer Landschafts- und Blumenmaler.
Auf vielen Gemälden tauchen horizontale oder diagonale Streifen auf, die einerseits einen gewissen Verfremdungseffekt haben und andererseits dazu beitragen, einen zusätzlichen Bildraum zu schaffen. Lassen Sie sich überraschen.

Peter Simon Mühlhäußer
wurde 1982 in Göppingen geboren. Mit Cum Laude absolvierte er die New York Acadamy nachdem er ein Diplom als Steinmetz und Marmorbildhauer abgelegt hat.
Im Gegensatz zu Thomas Jessen schafft er keine Portraits, sondern kreiert fiktive Menschenbilder, die universell zu verstehen sind und einen allgemeinen Gemütszustand vermitteln.
Seine Materialwahl betont das nackte, empfindsame Fleisch einerseits, andererseits schafft das kalte Material Distanz. Mühlhäußer kreiert seine Figuren ohne Modell. Dank seiner phantastischen Modellierfähigkeit und Anatomiekenntnisse gelingt ihm dies aus dem Kopf!


5. Mai - 11. Juli 2014
MALEREI VON STEFAN HOENERLOH UND MIRTA DOMACINOVIC, SKULPTUREN VON ZELJKO RUSIC

Der Schwerpunkt unserer aktuellen Ausstellung liegt auf den Werken Stefan Hoenerlohs - einem ganz und gar außergewöhnlichen Maler. Ein moderner Künstler, dessen perfekte Technik an die der alten Meister erinnert.

Die Werke Stefan Hoenerlohs haben als übergeordnetes Thema die Architektur der Stadt. Die Ausschnitte gewesener, existierender oder zukünftiger städtischer Architektur erwecken im Betrachter das Gefühl, diese schon einmal gesehen zu haben. Eine Täuschung - denn tatsächlich ist alles, was der Künstler in faszinierender technischer Ausführung entstehen lässt, reine Fiktion.

Stefan Hoenerloh malt vielstöckige Großbauten. Die Anlage der Perspektive lässt den Betrachter das Motiv als monumental wahrnehmen. Verwitterung, unübersehbare Spuren der Zeit, sind ein weiteres Merkmal der Arbeiten. Außerdem die Leere. Die Werke zeigen weder Menschen noch Tiere, auch keine Pflanzen. Auf den zweiten Blick lassen sich jedoch Spuren von Bewohntheit entdecken.

Stefan Hoenerlohs Spiel mit Unsicherheit und Täuschung schafft eine ungeheure Spannung. Die aktuelle Ausstellung ist darum eine faszinierende und außergewöhnliche Gelegenheit, zu staunen, scheinbar zu erkennen, zu verwerfen und wieder neu zu beginnen. Wer sich darauf einlässt, die Architektur des Stefan Hoenerloh zu erkunden, findet aus dieser so schnell nicht wieder heraus.

Außerdem zeigen wir aktuell u.a. auch Werke der Malerin MIRTA DOMACINOVIC und Skulpturen von ZELJKO RUSIC.

Zur Finissage am Freitag, den 11.7. möchten wir Sie, Ihre Freunde und Kollegen herzlich einladen.


28. MÄRZ - 3. MAI 2014: "4x4 WASSERLANDSCHAFTEN"
MALEREI VON WULF WINCKELMANN


IM RAHMEN VON 4 ZYKLEN GAB ES NACH DEM "BILDWECHSEL" JEWEILS EINE VOLLKOMMEN NEUE AUSSTELLUNG ZU ENTDECKEN.

„4x4 WASSERLANDSCHAFTEN“:
ein Ausstellungskonzept, das sich ganz den großen Formaten des Malers Wulf Winckelmann widmete. Während des Ausstellungszeitraumes vom 28. März bis 3. Mai präsentierten wir in der Galerie Kerstner in Kronberg vier Zyklen insgesamt 16 großformatige Landschaftsmalereien des Künstlers:

ZYKLUS 1: „COASTLINE“, ZYKLUS 2: „SEA“, ZYKLUS 3: „ESTUARY“, ZYKLUS 4: „FONDAMENTA“

Allen gezeigten Bildern war das Thema „Wasser“ gemeinsam, jedoch widmeten sich die vier Bilderzyklen in unterschiedlichen Abstraktionsgraden jeweils einem anderen Aspekt: Beginnend mit Variationen über Küstenlandschaften folgten Zyklen zum Meer und der offenen See bzw. zu Flussmündungen und Lagunenlandschaften; und schließlich die sehr abstrakte Serie „Fondamenta“, in der sich Winckelmann der Spiegelung von Architektur in Wasserflächen widmet. Ergänzend zu den großen Formaten zeigten wir thematisch passend selbstverständlich jeweils auch noch mittlere und kleinere Gemälde des Künstlers.

Wulf Winckelmann war zu jeder der 4 Vernissagen anwesend und gab spannende Erläuterungen zu den Werken und deren Hintergrund.

 

31. JANUAR - 27. MÄRZ 2014: "HAUS TAMBARAN"
MALEREI VON RAINER LATHER


Zur Vernissage am Freitag, den 31.1.2014 fand die Lesung des Künstler aus seinem Buch „Machen und Sein" statt.

„Wir befinden uns in einer Sackgasse, aus der wir nicht herauskommen, wenn wir nicht den Versuch wagen, uns mit geeigneten Mitteln des Denkens und Wahrnehmens wieder umfassend als das zu begreifen, was wir als Menschen sind: an einem allumfassenden Leben teilnehmende Erscheinungen, sich ständig entwickelnd und verändernd, nicht statisch und in keiner Weise autark. Daraus ergibt sich, was wir mit Sicherheit nicht sind: Besitzer eines individuellen Lebens.“

aus: Rainer Lather „Machen und Sein“

Rainer Lather, geboren 1960 in Marburg, malt seit seiner Jugend. Er absolvierte eine Ausbildung zum Schreiner und Techniker und besuchte die Werkkunstschule Flensburg. Unter anderem arbeitete er mehrere Jahre als Ausbilder und technischer Berater in Papua Neuguinea und Lesotho. Schwerpunkt seiner Arbeiten sind die Darstellung von Personen, Porträts und Porträt-Serien. Rainer Lather ist freischaffender Maler und unterrichtet Kunst, Arbeitslehre und Werken an einer inklusiven Gesamtschule in Gießen.

In seinem Buch "Machen und Sein" betrachtet er unser Denken und Wahrnehmen aus der Perspektive eines handwerklich begründeten Denkens. Die Grundlage dafür bildet ein zweijähriger Aufenthalt in Papua Neuguinea, Mitte der 80er-Jahre. Die Erlebnisse und Erfahrungen dieser Zeit sind die Basis, auf welcher Rainer Lather das linear abstrahierende Denken der westlichen Zivilisation in Kontrast mit dem setzt, was er als "vielfach gleichzeitiges Beobachten und Wahrnehmen" bezeichnet. Lather beschreibt die sich kontinuierlich verengende Art des linear abstrahierenden Denkens unseres Kulturkreises und gibt Hinweise auf dessen Entstehung. An Beispielen beschreibt er „Zustände“ bzw. Resultate dieser Verengung und zeigt Möglichkeiten zur Revision auf. Er möchte dazu auffordern, die von vielen Zeitgenossen als Misere unserer Zivilisation empfundene zunehmende Isolierung und Vereinsamung des Menschen neu wahrzunehmen.

Das "Haus Tambaran", das Ahnenhaus, ist der Mittelpunkt eines Dorfes der Sepik-Region in Papua Neuguinea. Das von  Ständern getragene Langhaus dient u.a. als Aufbewahrungsort zahlreicher Holzbildhauer-Arbeiten, die verstorbene Mitglieder der Dorfgemeinschaft darstellen. In der Tradition ist der Rat dieser geschnitzten „Ahnen“ verfügbar und kann von den Mitgliedern der Gemeinschaft eingeholt werden.

Rainer Lather war fasziniert von dieser Einbindung längst Verstorbener in das tägliche Leben. In den Werken seiner Serie "Haus Tambaran" versucht er, vor seinem europäischen Hintergrund, den eigenen Ahnen näher zu kommen und sie in die Gegenwart einzubinden.


DEZEMBER 2013/JANUAR 2014: "ELEMENTARE VERBINDUNGEN"
SKULPTUREN VON ZELJKO RUSIC



Ein Bildhauer, ganz im ursprünglichen Wortsinne, auch wenn sein favorisiertes Arbeitsgerät mittlerweile die Kettensäge ist – ein Handwerkszeug, das er virtuos beherrscht.

Er weiß, was vom Holz weggeschlagen, weggeschnitten, entfernt wird, ist endgültig verloren. Diese Tatsache gibt seinem plastischen Denken und seinem bildhauerischen Schaffen eine unnachahmliche Besonnenheit. Rusics gewöhnliche Figurencharaktere berichten stets von Existentiellem und spiegeln die ganzen Facetten des Menschseins und der Gesellschaft wider.

Ob lebensgroße Figur, Stelenfigur oder unscheinbarer Winzling, Rusic orientiert sich stets am Menschenmaß und lässt den Betrachter an der Verortung des Menschen teilhaben. Durch geschicktes Arrangement werden spannungsvolle Bezüge hergestellt – aber man kann auch jeder einzelnen Figur als Dialogpartner begegnen. Titel lässt der Künstler bewusst weg, denn er fordert vom Betrachter die Kommunikation mit seinen Werken und lässt bei der Interaktion die größtmögliche Freiheit der Interpretation.

> zur Website von Zeljko Rusic


DEZEMBER 2013:
"DIE KUNST ZU SCHENKEN"



In vielen Unikaten, Multiples und Kleinserien von 
Künstlerinnen und Künstlern das ganz persönliche Weihnachtsgeschenk entdecken und erstehen - das ist die Idee von „Die Kunst zu Schenken“.

Die Preise der ausgestellten Werke waren limitiert und bewegten sich zwischen 80 und 800 Euro. Egal ob Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Fotografien, Radierungen oder Objekte – bei der 
„Kunst zu Schenken“ sollte jeder ein originelles, und außerdem individuelles und 
einmaliges Geschenk finden können.

Als Besonderheit hatten wir uns von allen teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern vor allen Dingen Arbeiten gewünscht, die weniger als 100 Euro kosten. Ziel war, einer noch größeren Zahl unserer Galeriebesucher den Erwerb eines hochwertigen Originals zu ermöglichen.

Gezeigt wurden Arbeiten von:

Tatjana Basting, Andreas Bausch, Johannes Bierling, Tanja Böhme, Sophie Casado, Alexandra Deutsch, Ralf Ehmann, Christiane Erdmann, Nicole Fehling, Konstanze Feindt Eißner, Konrad Franz, Udo W. Gottfried, Verena Guther, Karin Hoerler, Sigrid Palmer, Nadja Iseli, Ingrid Rodewald, Maren Ruben, Zeljko Rusic, Wolfram Scheffel, Axel Schweppe, Simone van de Loo, Aaron Vidal, Wulf Winckelmann


NOVEMBER 2013:
MALEREI UND SKULPTUR VON VRONI SCHWEGLER UND KONRAD FRANZ



VRONI SCHWEGLER

Die Künstlerin setzt sich in ihren Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken seit vielen Jahren mit dem Tierstillleben als zentrales Thema auseinander.

Fische, die sie nicht als Gegenstand, sondern als eine Erscheinung im Licht versteht und malt, zählen seit langem zu ihren Lieblingsmotiven.

Vroni Schwegler interessieren besonders der Ausdruck und die Physiognomie der Tiere, die Struktur ihrer feuchten, schillernden Schuppen oder das nie geschlossene und darum scheinbar immer schauende Auge.

Die Gemälde mit den stark angeschnittenen Bildrändern sind wie Schwärme gehängt. Durch die Nachbarschaft ähnlicher Bilder werden bestimmte Kompositionstypen erkennbar. Diese verstärken sich gegenseitig und steigern damit das Bewegungsmoment innerhalb des Schwarms.

- aus der Laudatio von Esther Walldorf im Rahmen des 5. Bad Homburger Herbstsalons -

> zur Website von Vroni Schwegler



KONRAD FRANZ

Viele der Skulpturen von Konrad Franz sind körperlich deutbar.

Teilweise überlässt es der Künstler aber auch der Phantasie des Betrachters, halbabstrakte Körperlichkeit den gewohnten Wahrnehmungsmustern zuzuordnen.

Er arbeitet mit Kettensäge und Beil. Rohe ungeschliffene Oberflächen intensivieren die Ausdrucksstärke seiner Arbeiten. Im Kontrast dazu spürt man eine weiche, fast beschwingte Stimme seiner Formensprache.

> zur Website von Konrad Franz


AUSSTELLUNG AUF DER IAA 2013 IN FRANKFURT, 12. BIS 22. SEPTEMBER 2013

UNTERWEGS

Die "automobilste Show der Welt", die IAA in Frankfurt begeisterte 2013 einmal mehr Automobil-Enthusiasten und Technikverliebte gleichermaßen. Unserer Meinung nach ein würdiger Rahmen und ein gute Gelegenheit, sich der Kunst von ihrer aerodynamischen Seite zu nähern.

Unsere Künstler nahmen sich für diese weltweit beachtete Leistungsschau das Thema Mobilität vor.


Zu sehen waren Arbeiten von:

HENK HOLSHEIMER
> zur Website des Künstlers

ALBERTUS JOHANNES HOLSHEIMER
> zur Website des Künstlers

MICHAEL HAUßER

RAIMUND GÖBNER

AARON VIDAL

SIMONE VAN DE LOO

> zur Website der Künstlerin

VERENA GUTHER
> zur Website der Künstlerin

KATJA WÜSTEHUBE

ROLF NACHBAR
> zur Website des Künstlers

7. JUNI BIS 15. AUGUST 2013:
BADEFREUDEN







4. MAI BIS 6. JUNI 2013:
CHRISTIANE ERDMANN, WULF WINCKELMANN



CHRISTIANE ERDMANN

Die heute in Wiesbaden lebende Künstlerin ist wohl in erster Linie als ausgezeichnete Beobachterin zu beschreiben. Gleichermaßen sensibel und stark wirken ihre szenischen Skulpturen von Personen oder Tieren.

Holz, mit den darauf befindlichen Spuren der Werkzeuge, ist das Arbeitsmaterial für Ihre Skulpturen. Schwächen und Stärken in einer Szene oder einer menschlichen Skulptur werden gleichermaßen aufgezeigt.

Die Arbeiten von Christiane Erdmann wurden mehrfach international ausgestellt. Sie sind Teil mehrerer öffentlicher und privater Sammlungen.

> zur Website von Christiane Erdmann


WULF WINCKELMANN

Überwiegend großformatige und mitunter abstrakte Landschaften prägen das Schaffen Wulf Winckelmanns. Weite Himmel spannen sich über tief gezogene Horizonte und laden den Betrachter in spannungsreiche Atmosphären ein.

Die in seinen Werken sichtbaren Landschaften von riesigen Wolkengebilden, eines Meereshorizonts, berauschender Natur lassen hinter der zunächst ruhig erscheinenden Szene jedoch immer noch etwas vermuten. Grundsätzlich lässt Wulf Winckelmann genug Raum für subjektive, emotionale Eindrücke.

Wulf Winckelmanns Werke waren bereits in mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten. Der Künstler hat erfolgreich verschiedene Kunst am Bau Projekte in Deutschland, Hong Kong, Liechtenstein sowie Moskau realisiert.

> zur Website von Wulf Winckelmann


22. MÄRZ BIS 27. APRIL 2013

HEINER MEYER

Der Bielefelder Pop-Art-Künstler Heiner Meyer begeistert mit Werken, die meist gegensätzliche Elemente aufweisen. Nicht selten bringt er Gegenständliches und Abstraktes zusammen. Auch kombiniert er verschiedene Techniken wie Fotografie und Malerei.

> zur Website von Heiner Meyer


8. BIS 10. FEBRUAR 2013 SONDERAUSSTELLUNG


HELGE HOMMES

ANNETTE BESGEN

STEFAN HOENERLOH

CARLO BORER


> zur Website von Helge Hommes

> zur Website Annette Besgen

> zur Website Stefan Hoenerloh

> zur Website Carlo Borer